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Andreas Lojewski

Strom und Gasanbieter wechseln

Nach Aussagen des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, haben 45 % der Deutschen nach wie vor die teuren Grundlasttarife. Dabei können Verbraucher relativ einfach den Strom- und Gasanbieter wechseln und so Energiekosten sparen.

In einem Gespräch mit der Passauer Zeitung ermutigte der Präsident der Bundesnetzagentur die Verbraucher, ihre Marktmacht zu nutzen und den Strom- und Gasanbieter zu wechseln. Dadurch könnten im Durchschnitt 100 Euro eingespart werden, bei bestimmten Anbietern erhöhe sich dieser Betrag sogar auf 200 bis 300 Euro jährlich.

Viele werden es kaum glauben angesichts beständig steigender Energiepreise für den Endverbraucher, aber die Preise, die Energieversorger bezahlen müssen, sind in den vergangenen zwei Jahren spürbar gesunken. Für die Versorger kostet die Kilowattstunde gegenwärtig etwa 6 Cent statt früher 13 Cent. Und trotz des kalten Winters sind auch die Einkaufspreise für Gas niedrig. Offensichtlich sehen viele Energieversorger keine Notwendigkeit, die Preisvorteile an ihre Kunden weiterzugeben – vielleicht eine Folge des Verbraucherverhaltens. Zu wenige Verbraucher sind wohl nach wie vor nicht bereit, den Strom- und Gasanbieter zu wechseln, um von der Deregulierung der Energiemärkte auch tatsächlich profitieren zu können.

Den Strom- und Gasanbieter wechseln kann jeder Verbraucher ohne Risiko. Ein Ausfall der Energieversorgung ist nicht zu befürchten. Online Vergleichsrechner machen es leicht, das günstigste Angebot unter unzähligen Tarifen herauszufinden. Der Wechsel zu einem neuen Versorger ist einfach. In der Regel übernimmt der neue Energievertragspartner die gesamte Abwicklung. Ein Stromkosten-Vergleich ist ebenso wie die Nutzung eines Gaspreisrechners online kostenlos und für den Verbraucher unverbindlich. Ein guter Energiepreisvergleich verfügt zudem über Filterfunktionen, mit denen man den Vergleich beispielsweise auf bestimmte Stromarten, wie Ökostrom, beschränken kann.

Verbraucherschützer warnen davor, bei einem Energiepreisvergleich allein auf das billigste Angebot abzustellen. Wichtig sind auch solche Faktoren, wie Vertragslaufzeit und Mindestabnahmeverpflichtung. Die Vertragslaufzeit sollte höchstens ein Jahr betragen. Die Preisgarantie des Energieversorgers sollte der Laufzeit des Vertrages entsprechen. Mindestabnahmeverpflichtungen sind mit Vorsicht zu betrachten, da für nicht abgenommene Strom- oder Gasmengen regelmäßig keine Kostenerstattung stattfindet, andererseits aber teuer zugekauft werden muss.

Den Strom- und Gasanbieter wechseln kann man jederzeit. Wegen unterschiedlicher Kündigungsfristen kann der gesamte Vorgang allerdings zwischen 4 und 10 Wochen dauern. Weitere Einzelheiten dazu stellen die Portale zur Verfügung, die einen Stromkosten-Vergleich bzw. einen Gaspreisrechner online anbieten.




Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski