Rund um Finanzen, Versicherung und Kredit
Andreas Lojewski

2007 - Weniger Geld in der Tasche

Das neue Jahr bringt viele Mehrbelastungen aber auch manche Entlastung. Nicht nur die viel diskutierte Mehrwertsteuererhöhung sorgt für weniger Geld in der Kasse der Verbraucher.

Die gute Nachricht zuerst: Die Senkung der Arbeitslosenbeiträge um 2,3 Punkte auf 4,2 Prozent bringt jedenfalls den Arbeitnehmern eine kräftige Entlastung. Durchschnittlich sind es 335 Euro - etwa 28 Euro im Monat - mehr, auf die sich Arbeiter und Angestellte freuen können. Vielen Familien bringt außerdem das neue Elterngeld Vorteile. Das betreuende Elternteil erhält 67 Prozent des letzten Nettolohns - höchstens jedoch 1.800 Euro - für maximal 14 Monate.

Vieles wird aber teurer. Die Spritpreise werden nach Schätzungen um 6 % steigen. Schuld sind die höhere Mehrwertsteuer und die vorgesehene Beimischung von Biokraftstoff. Bahnfahren im Fernverkehr kostet im Schnitt 5,5 Prozent mehr. Die Rentenversicherung soll durchschnittlich um 0,4 Punkte und die Krankenkassenbeiträge sollen sogar um 0,6 Punkte steigen. Die Versicherungssteuer verteuert sich um 3 Punkte. Zusätzlich entfällt die Pendlerpauschale für die ersten 20 Kilometer.

Der dickste Brocken allerdings ist die um 3 Punkte auf 19 Prozent gestiegene Mehrwertsteuer. Experten schätzen die zusätzliche Mehrbelastung auf 19 Mrd. Euro. Allerdings bleibt der Steuersatz für viele Konsumgüter des täglichen Bedarfs bei 7 Prozent, und es bleibt fraglich, ob die Händler die höheren Preise tatsächlich durchsetzen können.

Unter dem Strich gehen die Verbraucherschützer von etwa 24 Mrd. Euro Mehrbelastung für die Bürgerinnen und Bürger aus.


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Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski