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Wilma Lojewski

Ausflug von South Padre Island zur Laguna Atascosa und Port Isabel

Für Naturliebhaber, die auf South Padre Island in Texas/USA Urlaub machen, ist ein Besuch des „Laguna Atascosa National Wildlife Refuges“ unbedingt zu empfehlen. Es liegt der Insel gegenüber an der Bay und beheimatet viele Wildtiere. Ein Stopp in Port Isabel rundet den Ausflug ab. Von South Padre Island fährt man über die weite „Queen Isabella Memorial“ Brücke aufs Festland. Hinter Port Isabel die 100 verlassen, auf der 510 weiterfahren und der Ausschilderung folgen, dann ist man in zwanzig bis dreißig Minuten am Ziel.

Auf jeden Fall erst zum Visitors Center fahren. Dort wird ein geringer Eintrittspreis erhoben, und man erhält eine Karte mit den vorhandenen Wanderwegen und Straßen. Wie immer macht es Sinn, sich im Center etwas umzuschauen. Das gleiche gilt für die nähere Umgebung. Dort ist ein Futterplatz, der eigentlich für Vögel angelegt ist, auf dem man aber gelegentlich auch andere Besucher trifft, zum Beispiel Javelinas (kleine Wildschweine). Kleine Trails um das Center geben einen Einblick in die heimische Flora. Am Rande kann man, getarnt von einer Holzhütte mit Sehschlitzen, Tiere beobachten. Nahebei ist der Alligator Pond, wo recht häufig Alligatoren zu sehen sind.

Eine Autostraße führt als Rundweg durch das Schutzgebiet. Einige Wanderwege und ein Aussichtspunkt laden zum Aussteigen und genaueren Hinsehen ein. Zeitweise fährt man entlang der Laguna Madre und sieht von fern die Skyline von South Padre Island. Im Park sind über 400 verschiedene Vogelarten verzeichnet, darunter seltene, wie Flamingos. Die Tierwelt bietet Javelinas, Rehe, Luchse, Kojoten, Schildkröten, Alligatoren und selten sogar einen Puma oder Ozelot. Was man zu sehen bekommt, ist natürlich Glücksache und eine Frage der Aufenthaltsdauer und Geduld. Wer sich auch über kleine Begegnungen freut, kommt jedenfalls auf seine Kosten. Mal rennt ein Roadrunner mit aufgestelltem Kamm über die Straße, ein Reiher steht wie eine Statue im Wasser, einige Flamingos fliegen vorbei oder ein Fischadler mit seinem Fang in den Krallen.

Auf dem Rückweg kann man in Port Isabel für ein Kontrastprogramm halt machen. „Im Historical Museum“ und im „Gulf Museum“ erfährt man allerhand über die Historie dieser Gegend. Schon im mexikanischen Krieg 1846 – 1848 spielte Port Isabel eine wichtige Rolle in der Versorgung. 1848 – 1849 trafen im Hafen Goldsucher ein, die mit dem Schiff von Osten kamen, um hier den mühsamen Überlandtreck nach Kalifornien anzutreten. Im „Gulf Museum“ kann man noch weiter zurückblicken. Dort sind unter anderem Schätze zu sehen, die auf spanischen Schiffswracks aus dem 16. Jahrhundert gefunden wurden. Nicht weit entfernt ist der Leuchtturm, der von 1852 bis 1905 in Betrieb war. Heute kann man ihn besteigen und hat einen herrlichen Blick über Lagune und Flachland – texanische Weite in jeder Beziehung.

Neben dem pittoresken Charme alter Zeiten hat Port Isabel auch eine sehr praktische Seite. Wer wie gewohnt einkaufen oder Essen besorgen will, findet hier einen großen Teil der einschlägigen Ketten, wie Wal Mart und Mac Donald. Man kann den Tag allerdings auch mit einem Dinner in einem zünftigen Restaurant ausklingen lassen. „Pelikan Station“ ist ein guter Tipp. Von hier fuhr Ende des 19. Jahrhunderts die „Rio Grande Rail Road“ nach Brownsville. Heute ist dort ein Restaurant, wo man amerikanisch essen kann, einschließlich leckerer Fischgerichte. Dabei hat man einen herrlichen Blick über die Laguna Madre.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Wilma Lojewski