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Andreas Lojewski


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Die Geheimnisse der Tiefsee

Forscher wollen den Geheimnissen der Tiefseelebewesen auf den Grund gehen. Dazu hat die American Association for the Advancement of Science (AAAS) die Atlantic Coral Ecosystem Study Traces gestartet. Damit sollen die Tiefseeriffe im Atlantik erstmals gründlich erforscht werden. Diese Riffe gehören zu den ältesten Lebewesen der Welt. Sie wachsen in einer Tiefe bis zu 2800 Metern und einige Korallen sollen bis zu 5000 alt sein.

Mit diesem Alter sind die Tiefseekorallen ein hervorragendes Archiv für die früheren Veränderungen des Klimas. Man erwartet daher wertvolle Daten über die Veränderung des Klimageschehens und die Entwicklung anderer Tiefseelebewesen. Unter anderem suchen die Forscher Erkenntnisse darüber, wie sich aus manchen Tiefseekorallen die Korallen entwickelt haben, die später die tropischen Riffe besiedelten.

Gegenwärtig sind etwa 5000 Korallenarten bekannt. Davon leben etwa zwei Drittel in tieferen Meeresregionen. Im Nordöstlichen Atlantik existieren 1300 Korallenarten. Diese faszinierende Unterwasserwelt ist allerdings bedroht und könnte bald komplett vernichtet werden. Die riesigen modernen Fanggeschirre der kommerziellen Fischerei zerstören auch den Meeresboden. So werden bis zu zehn Tonnen schwere Scherbretter über den Meeresboden gezogen, um die am Boden lebenden Fische aufzuscheuchen. Riffe, die über 5000 Jahre zum Wachsen gebraucht haben, werden auf diese Weise vernichtet.

Solche Eingriffe sind besonders gravierend, weil nach Auffassung der Forscher die Reproduktionszyklen der Tiefseelebewesen sehr lange dauern. Außerdem sei die Tiefsee noch so wenig erforscht, dass immer noch regelmäßig neue Lebewesen entdeckt werden.




Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski