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Andreas Lojewski

Einkommensschutzbrief: Versicherung gegen Arbeitslosigkeit

Der Einkommensschutzbrief ist eine Versicherung gegen den Wegfall von regelmäßigem Einkommen. Er beinhaltet eine - neben der gesetzlichen - zusätzliche Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Ebenso versichert sind Einkommensausfälle, die bei gesundheitlich bedingter Arbeitsunfähigkeit entstehen können. Manche Einkommensschutzbriefe enthalten außerdem eine Art Sterbegeldversicherung, die optional abgeschlossen werden kann.

Arbeitsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit und unverschuldete Arbeitslosigkeit sind die häufigsten Ursachen für eine Überschuldung. Der Grund: die gesetzlich vorgesehenen Versicherungen kompensieren nur einen Teil des in diesen Fällen eintretenden Einkommensausfalls. Die gesetzliche Versicherung gegen Arbeitslosigkeit beispielsweise gewährt gegenwärtig nur höchstens 67 % des Nettoverdienstes. Die Differenz zwischen dem ursprünglichen Einkommen und den Leistungen der Arbeitslosenversicherung entspricht in der Regel den durchschnittlichen Mietkosten eines Haushalts. Kommt es zu einem krankheitsbedingten Arbeitsausfall, wird die volle Lohnfortzahlung nach Ablauf von 42 Tagen eingestellt. Nach dieser Zeit können erhebliche Einkommenseinbußen entstehen.

Einkommensausfälle können für den Betroffenen fatale Folgen haben, selbst wenn sie nur vorübergehend sind. Häufig sind es gerade die laufenden Verbindlichkeiten, die nicht mehr bedient werden können. Wer die Rate seines Hauskredits oder seine Miete nicht mehr bezahlen kann, der gerät regelmäßig in große Schwierigkeiten. Gleiches gilt, wenn Versicherungsprämien etwa für die Altersvorsorge nicht mehr entrichtet werden können. Personen, die ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, droht noch ein weiterer Nachteil. Durch negative Schufaeinträge verschlechtert sich ihre persönliche Bonität. Selbst Verträge des täglichen Lebens können dann für längere Zeit überhaupt nicht oder nur zu deutlich schlechteren Konditionen abgeschlossen werden.

Mit einem Einkommensschutzbrief können negative Auswirkungen von Einnahmeausfällen verhindert werden. Diese besondere Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit leistet schnell und unbürokratisch unverzüglich nach Eintritt des Versicherungsfalles. Üblich ist die Vereinbarung von Leistungen zwischen 500 und 1500 € monatlich. Die Höhe der Prämie hängt natürlich von der Höhe der Versicherungsleistung ab.

Eine besondere Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit über den Einkommensschutzbrief ist schon ab etwa sieben Euro monatlich erhältlich. Ist auch Sterbegeld im Vertrag enthalten, erhöht sich die monatliche Versicherungsprämie. Im Internet findet man Angebote bis zu einer Versicherungsprämie in Höhe von 20 € monatlich. Voraussetzung für den Erwerb eines Einkommensschutzbriefs ist das Vorliegen eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses. Eine besondere Risikoprüfung wird von dem Versicherungsgeber in aller Regel nicht durchgeführt. Vielmehr reicht eine einfache Gesundheitserklärung durch den Versicherungsnehmer. Das Eintrittsalter liegt grundsätzlich zwischen 18 und 60 Jahren.

Auch wenn es auf den ersten Blick anders aussieht, ein Einkommensschutzbrief ist nicht unbedingt besonders preisgünstig. Dennoch stellt er für bestimmte Personengruppen eine sinnvolle zusätzliche Absicherung dar. Ein Einkommensschutzbrief ist beispielsweise erwägenswert, wenn ein großer Teil des Gehalts für laufende Verbindlichkeiten (Hauskredit, Miete, Altersvorsorge) aufgewendet werden muss und finanzielle Rücklagen so gut wie nicht zur Verfügung stehen. Das ist häufig bei jungen Familien der Fall, die dabei sind, sich eine Existenz aufzubauen.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski