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Wilma Lojewski


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Familienbad Wenningstedt auf Sylt

Wenningstedt liegt mitten auf der Insel Sylt, an der Westküste zwischen Westerland und Kampen. „Wenningstedt ist ein Familienbad“, so der häufig gebrauchte Spruch. Warum eigentlich? Wegen der Gelegenheit zum Trampolinspringen vielleicht, neben der Kartoffelkiste am Anfang der Promenade? Während Eltern an der Kliffkante einen Wein genießen, können sich die Kinder hier austoben.

Damit sind wir gleich am lebendigsten Punkt Wenningstedts angelangt, am Zugang zum Zentralstrand, der vor dem hohen Kliff liegt. Einzigartig ist hier: Keine vorgelagerte Düne. Man ist oben auf dem Kliff und hat schon beim Herangehen den weiten Blick auf die Nordsee. Fantastisch, besonders bei Sonnenuntergang. Häuser und Buden, die kulinarische Genüsse ermöglichen, stehen gefährlich nahe am Kliff. Eine riesenhafte Brücken-/Treppenkonstruktion führt hinab zum herrlichen Strand. Dies enorme Treppengebilde – so riesig, dass es inzwischen sogar ein Restaurant beherbergt – ist das Ergebnis von Jahren. Jährliche Abbrüche vom Kliff haben ständig erweiterte Konstruktionen nötig gemacht, um von dem hohen Kliff an den Strand zu kommen. Auf einem Schild kann man die dramatische Geschichte lesen, wie das Vorgängergebäude des Kliffkiekers vor Jahren mit abgerutscht ist. Zum Glück haben Sandaufspülungen in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die bestehenden Gebäude einigermaßen gesichert sind. Im alten Kurhaus konnte man eine Fotoausstellung besichtigen, die den Abbruch vor Wenningstedt dokumentierte. Noch in den 1960ern lag zwischen der Kliffkante und den Gebäuden eine reelle Straße.

Der nördlichere Übergang führt nicht nur zum Strand. Von dort aus kann man einen ausgiebigen Spaziergang auf dem Kliff machen, immer die See im Blick. Wem dass zu windig wird, der kann nach einer Weile bei Wonnemeyer einkehren oder Richtung Ost in ein kleines Wäldchen gehen. Der Weg führt auch zurück ins Dorf. Dabei kann man noch einen Blick auf den Denghoog tun. Das Steingrab soll etwa 2200 Jahre vor Christi errichtet worden sein. Im Sommer gibt es Besichtigungen. So ist man schon bei der Kirche angelangt, es sind nur wenige Schritte bis zum Dorfteich, ein Ort der Ruhe und Beschaulichkeit. Die Ausnahme: Das legendäre Dorfteichfest. Hier treffen sich Insulaner und Gäste, Kinder und Erwachsene aller Alterklassen, zum Tanzen, Essen, Trinken und Schnacken. Und gleich um die Ecke: Der Mitmachzirkus „Mignon“. Hier können Kinder im Sommer tagsüber ihr artistisches Talent ausprobieren, und abends gibt es zauberhafte Auftritte von jugendlichen Artistenprofis aus der ganzen Welt. Wenn das nichts für Familien ist? Für Familien und für jedermann.

Ein Kontrastprogramm zu alldem bietet der Ortsteil Braderup. Ein Teil des Ortes, ein Dorf für sich und deshalb eine Extrageschichte.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Wilma Lojewski