Forwardkredit sichert Konditionen
Zur Sicherung der gegenwärtig günstigen Zinssätze lässt sich ein Forwardkredit einsetzen. Manch ein Kreditnehmer möchte jetzt seinen alten Kredit ablösen und auf einen neuen Kredit zum zurzeit günstigen Zinssatz umsteigen. Oft ist eine Kreditumschuldung ohne weiteres möglich. Doch kann es Schwierigkeiten geben, wenn der alte Kredit vor vielen Jahren mit einer langen Laufzeit abgeschlossen wurde. Dann wird eine Sondertilgung vielleicht nicht möglich sein, und unter Umständen, obwohl eher unwahrscheinlich, fällt noch eine Vorfälligkeitsentschädigung an.
In diesen Fällen hilft ein Forwardkredit. Angenommen der alte Kredit läuft in 20 Monaten aus, dann kann der jetzt günstige Zinssatz über einen Forwardkredit festgeschrieben werden. Der Kreditnehmer braucht steigende Zinsen nicht mehr zu fürchten. Allerdings hat die Zinsfestschreibung ihren Preis. Ein Zinsaufschlag für jeden Vorlaufmonat ist üblich. Beispiel: Der Forwardkredit soll einen nominalen Zinssatz von 4 % sichern für ein Darlehen, dass in 20 Monaten beginnen soll. Der Aufschlag beträgt 0,025 % für jeden Vorlaufmonat. Es ergibt sich ein Zinssatz von 4,5 % (20 Monate x 0,025 % = 0,5 % + 4 % = 4,5 %). Hin und wieder findet man Angebote mit einem noch geringeren Zinsaufschlag. Oder es wird überhaupt kein Aufschlag erhoben.
Eine Zinssicherung ist vor allem bei großen Krediten sinnvoll. Zum Beispiel bei Baukrediten oder Krediten für einen Hauskauf. Ein gewisses Maß an Spekulation ist beim Forwarddarlehen natürlich immer dabei. Sie lohnen sich nur, wenn die Zinsen zukünftig tatsächlich steigen. Sicher kann das keiner voraussagen. In der Regel lassen sich mit einem Forwardkredit Zinssätze bis zu 36 Monte im Voraus sichern.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski




