Franchise wächst in Deutschland
Wer sich selbständig machen möchte, für den bietet Franchise eine Reihe von Vorteilen. Er kann mit einem erprobten Geschäftskonzept starten und erhält über das bestehende Partnernetzwerk meistens alle erforderliche Unterstützung. Häufig hat der Franchisegeber eine bekannte Marke, ein nicht zu unterschätzender Vorteil für den Start in die Selbständigkeit. Beispiele für bekannte Marken sind Mc Donalds, Burger King, OBI, TUI, Fressnapf und Blume 2000. Ein Wermutstropfen ist aber dabei. Der Kapitalaufwand ist zum Teil erheblich.
Dennoch wächst die Franchisewirtschaft in Deutschland kontinuierlich. Das ergibt sich aus der Statistik des Deutschen Franchise-Verbandes (DFV) für 2007. Danach stieg 2007 der Umsatz um fast 10 Prozent auf ca 41 Mrd. Euro.
In Deutschland startete die Franchisewirtschaft vor etwa 30 Jahren. Man sagte ihr keine große Zukunft voraus. Heute gibt es europaweit in Deutschland die größte Dichte an Franchiseunternehmen. 910 Franchisegeber geben ihre Geschäftsidee unterdessen an Franchisenehmer weiter. Im Jahr 2007 waren 441 000 Menschen in der Franchisewirtschaft beschäftig. 2006 waren es noch 429 000. Franchise Partnerschaften gibt es unterdessen in allen Branchen; vor allem aber bei Dienstleistungen (über 50 Prozent). Ca. 33 Prozent sind Handelsunternehmen, 11 Prozent betreiben ein Gastgewerbe und 8 Prozent sind im Handwerk tätig.
Beim Franchising vereinbaren zwei selbständige Unternehmer – der Franchisegeber und der Franchisenehmer – eine auf Dauer angelegte Zusammenarbeit. Der Franchisenehmer erwirbt die Erlaubnis, über genau definierte Rechte des Franchisegebers in einem genau definierten Umfang zu verfügen. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Nutzung der Marke, Rezepturen oder den Vertrieb einer Warengruppe handeln. Erworben wird praktisch ein fertiges Unternehmenskonzept, bei dessen Umsetzung der Franchisegeber Hilfestellung leistet. Als Gegenleistung zahlt der Franchisenehmer einen einmaligen Betrag und/oder laufende Beiträge.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski




