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Wilma Lojewski

Für ein paar Tage nach Prag

Sie wollen endlich mal die ,,Goldene Stadt" Prag sehen und haben nur ein paar Tage Zeit?
Lesen Sie hier, wie Sie sich schnell orientieren können.

Prag ist voller historischer Kostbarkeiten und gleichzeitig eine wunderschöne lebendige Stadt.
Wohin soll man sich zuerst wenden, wenn man dort ankommt und nicht allzu viel Zeit hat?

Im Herzen der Stadt liegt der berühmte Wenzelsplatz. Wer sich hier einquartiert, hat einen guten Ausgangspunkt gewählt. Der Platz verläuft etwas schräg. Am oberen Ende ist das Denkmal des heiligen Wenzel. Dahinter wird der Platz begrenzt vom beeindruckenden Nationalmuseum. Gleich daneben sind die Staatsoper und der zumeist unterirdisch gelegene Hauptbahnhof. Historische Bauten, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants umrahmen den Platz.

Der Wenzelsplatz ist für die Prager ein Forum. Bei einschneidenden Ereignissen eilen sie dort hin. Das gilt besonders für historische Momente wie die Niederschlagung des Prager Frühlings und die Abkehr vom kommunistischen Regime.

Für eine schnelle Orientierung ist es hilfreich, wenn man weiß, dass sich Prag in 5 Bereiche aufteilt. Da ist erstens Hradschin, die stolze Burg oder besser Burgstadt; zweitens die Kleinseite, der Stadtteil unterhalb der Burg auf derselben Moldauseite; drittens die Altstadt, gegenüber der Burg über die Karlsbrücke; viertens - an die Altstadt anschließend - die Josefstadt, wo seit dem 12. Jahrhundert Juden siedelten; fünftens die Neustadt, die immerhin auch schon aus dem 14. Jahrhundert stammt und zu der auch der Wenzelsplatz gehört. Ich empfehle einen Spaziergang über den Krönungsweg zur Burg. Man berührt dann vier der 5 Stadtteile und kann auf dem Rückweg noch durch die Josefstadt.

Reisen Sie mit dem Zug? Dann ist hier noch ein Tipp: Reisebüros lassen die Fahrt manchmal beim Bahnhof ,,Prag-Holesovice" enden. Die meisten Züge fahren aber bis zum Hauptbahnhof. Von dort sind es bis zum Wenzelsplatz keine 10 Minuten zu Fuß. Man spart also Zeit, das Taxi und lernt nebenbei den lebendigen unterirdischen Bahnhof kennen.




Verantwortlich für diesen Beitrag: Wilma Lojewski