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Andreas Lojewski

Gefährliches Viszeralfett

Auch Schlanke können gesundheitsgefährdend fett sein. Zu dieser Erkenntnis kamen englische Mediziner nach eingehender Untersuchung äußerlich schlanker Menschen. Sie fanden heraus, dass auch Dünne gewaltige Mengen von Eingeweidefett (Viszeralfett) gespeichert haben, sogar Models mit Idealmaßen. Viszeralfett umschließt wichtige Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse und Herz. Unbedenklich ist etwa 1 Liter Viszeralfett. Die Untersuchungen ergaben, dass normal gebaute Männer durchschnittlich 5,4 Liter und Frauen 3 Liter angesammelt hatten. Ein neuer Begriff wurde geboren: Tofis. Thin outside fat inside. Tofis leben gefährlich. Die Zellen des Viszeralfetts sind metabolisch aktiver als andere Fettzellen. Mehr gefährliche Hormone und entzündungsfördernde Signalstoffe werden produziert.

Die können zu Schlaganfall, Herzinfarkt und Arterienverkalkung führen. Außerdem steigt die Gefährdung durch altersbedingte Diabetes. Was kann man gegen das tückische Viszeralfett unternehmen? Zunächst einmal Sport treiben. Zwei bis drei Stunden pro Woche, verteilt auf mehrere Tage, sind optimal. Gesunde Ernährung ist ebenso wichtig: Viel Obst und Gemüse – unterschiedliche Farbe wählen – , mageres Fleisch und Fisch. Last but not least und in vielen Fällen unvermeidbar: Eine gesunde Diät, die nicht Muskeln abbaut, sondern das Fettdepot wegschmilzt.




Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski