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Andreas Lojewski

Google News bald mit Kommentarfunktion

Kein anderes Unternehmen hat eine so beherrschende Stellung im Internet wie Google. Wer eine gewerbliche Website betreibt, kommt um Google Adwords und/oder Google Adsense wohl nicht herum. Ob die Website in der Suchmaschine von Google gelistet ist und auf welchem Platz, kann von entscheidender Bedeutung sein. Manche Internetdienstleister haben sich darauf spezialisiert, Websites für Suchmaschinen – also in erster Linie für Google – zu optimieren. Der Erfolg solcher Dienstleistungen bleibt allerdings allzu oft aus.

Bei der starken Stellung von Google wundert es also nicht, dass jede Neuerung sofort mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird. Nun testet Google in der USA-Version von Google News eine besondere Kommentarfunktion. In den dort gelisteten Artikeln kann auch gepostet werden. Das dürfen aber nur Personen oder Organisationen, die selbst in dem Artikel vorkommen.

Wer die neue Funktion nutzen will, muss eine Mail an news-comments@google.com senden, Namen bzw. Organisation nennen sowie eine Möglichkeit zur Überprüfung der Identität durch Google (z.B. Rückrufnummer). Die Mail muss außerdem den Kommentar und den Link zum betreffenden Artikel enthalten – ein kompliziertes Verfahren also. Damit soll sichergestellt werden, dass die Anzahl der Postings übersichtlich bleibt und die Mitteilungen eine gewisse Relevanz haben. Das Spektrum der Informationen wird also ausgeweitet, ohne dass das ganze ausufert.

Sobald mit dem Testlauf in den USA genügend Erfahrungen vorliegen, auch im Hinblick auf die Akzeptanz des Verfahrens, will Google über die Ausweitung des Services auf andere Länder entscheiden. Einige Medienunternehmen sollen aber schon jetzt hellhörig geworden sein. In der Vergangenheit gab es bisweilen Streitigkeiten, weil manche Nachrichtendienste Google vorwerfen, ihre Inhalte unberechtigt zu übernehmen, ohne dafür zu bezahlen. Unterdessen legen viele Medienunternehmen jedoch großen Wert auf eine Listung bei Google News, wie zu hören ist.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski