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Andreas Lojewski

Hauseigentum im Ausland

Hauseigentum im Ausland erwerben, dort den Urlaub verbringen und später einmal den Ruhestand, manch einer träumt davon. Damit der Traum nicht möglicherweise zum Albtraum wird, hier ein paar Tipps zum Erwerb einer Immobilie im europäischen Ausland.

Eigentlich versteht es sich von selbst, dennoch kann man nicht eindringlich genug darauf hinweisen: Wer an einer Auslandsimmobilie interessiert ist, sollte sie sich genau anschauen. Ein Blick in Werbeprospekte oder –videos reicht nicht. Man muss die Immobilie gesehen und gegebenenfalls unter Einschaltung eines Gutachters auf bauliche Mängel überprüft haben. Sinnvoll ist, bei der zuständigen Behörde Auskunft über die Erschließung des Objektes und Umbaumöglichkeiten einzuholen. Gehen Sie sicher, dass die Bebauung genehmigt ist, und informieren Sie sich über mögliche Auflagen und Beschränkungen.

Wie beim Erwerb einer Immobilie im Inland müssen die Eigentumsverhältnisse, mögliche Vorkaufsrechte Dritter und eventuelle Belastungen geklärt sein, bevor der Vertrag geschlossen wird. Auch über die Kosten sollte Klarheit bestehen. Dabei geht es sowohl um Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf als auch um die laufenden Kosten für die Immobilie. Die Kosten für Kauf und Finanzierung sind sehr oft bedeutend höher als in Deutschland. Bevor der Kaufvertrag über die Immobilie nicht rechtsgültig ist, sollten keine Zahlungen geleistet werden.

Ein Kaufvertrag über eine Auslandsimmobilie sollte immer notariell abgeschlossen werden. Auch wenn man die Sprache seines Wunschlandes ganz gut spricht, einen Dolmetscher einzuschalten ist sinnvoll. Schließlich geht es um viel Geld, um das Kleingedruckte in den Verträgen und um unterschiedliches Vertragsrecht. In Spanien zum Beispiel ist ein Rücktritt vom schriftlichen Vorvertrag nicht mehr möglich. Optimal ist natürlich eine zweisprachige Vertragsurkunde. In manchen Ländern ist ein Grundbucheintrag nicht vorgesehen. Dennoch sollte man sich nach rechtsgültigem Vertragsschluss ins Grundbuch eintragen lassen.

Zusammenfassend gilt: Genau prüfen und kompetent beraten lassen. Dann ist der Erwerb von Hauseigentum im Ausland kein Problem.



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Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski