Rund um Finanzen, Versicherung und Kredit
Wilma Lojewski

Hausfrauenkredit

Hausfrauenkredite, möglichst noch „ohne Schufa“, das hört sich so an, als sei es gang und gäbe, dass Hausfrauen zur Bank gehen und einfach um einen Kredit nachsuchen können. Ehrlich gesagt, es wäre eine gute Idee, die enorme gesellschaftliche Leistung der Hausfrauen dadurch zu würdigen, dass allen Hausfrauen ein ungesicherter Kredit ohne Schufa unkompliziert zur Verfügung gestellt wird.

So ist das leider nicht. Was verbirgt sich dann dahinter? Der so genannte Hausfrauenkredit wurde schon vor vielen Jahren von den Banken eingeführt. Das war in der Regel ein Konsumkredit, den der Geld verdienende Ehemann auch mit unterzeichnen musste. Vielen Hausfrauen, insbesondere der früheren Generation, wäre es wahrscheinlich peinlich gewesen, in der Hausbank ihre finanzielle Enge darzulegen und sich die Bedenken der Bankangestellten anzuhören, die sie selber kennen. Denn genau wie alle anderen wissen Hausfrauen, dass mit einem Kredit immer das Risiko einhergeht, durch die laufenden Raten zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten zu erzeugen.

Hausfrauenkredit als Kreditart gibt es grundsätzlich nicht. Dennoch ist der Begriff wieder modern geworden. Gibt man „Hausfrauenkredite“ in die Suchmaschine des Internets ein, eröffnet sich eine große Palette. Für manche Hausfrau sicherlich eine gute Notlösung bei einem finanziellen Engpass. Was besser ist als früher: Die Hausfrauen der jetzigen Generation sind in der Regel online fit und können sich im Internet nicht nur informieren. Sie können vergleichen und auch Kredite beantragen. Ungekämmt, wenn Frau will, völlig diskret, und wann immer es passt, kann sie ziemlich gründlich erforschen, welche Möglichkeiten es gibt.

Warum also nicht mal einen kleinen Versuch wagen? Große Summen gibt es als Hausfrauenkredit sowieso nicht. Dafür gibt es viele Kreditangebote, bei denen die Kreditgeber weder nach der Unterschrift des Ehemanns fragen, noch eine Schufa Auskunft verlangen. Vielfach kann man sich im Internet kostenfrei und unverbindlich Angebote für „Hausfrauenkredite“ oder andere Konsumentenkredite einholen. Auf diese Weise kann und sollte Frau einige Angebote, und zwar nicht nur über Hausfrauenkredite, sondern auch andere Konsumkredite vergleichen. Wer hat die niedrigsten Zinsen? Wie sind die Laufzeiten? Wie hoch ist die monatliche Rate, und kann ich die bezahlen? Wird eine Schufaauskunft verlangt? Welche Sicherheiten werden verlangt? Das sind Fragen, an denen die Angebote gemessen werden sollten, bevor der „Hausfrauenkredit“ aufgenommen wird.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Wilma Lojewski