Hightech Textilien bald marktreif
Textilien, die den Sporttrainer ersetzen oder den Ernährungszustand von Patienten überwachen können, sind keine reine Zukunftsmusik. Experten rechnen damit, dass Hightech-Textilien, sog „Wearable Technologies“ in ungefähr zwei bis fünf Jahren marktreif sein können, obwohl diese Technologie sich größtenteils noch in der Entwicklung befindet. Das US-Marktforschungsunternehmen Venture Developement rechnet mit einem weltweiten Umsatz von 700 Millionen Dollar im Jahr 2010. Dann könnten Hightech Textilien etwa Pflegern und Altenheimen helfen, die Wasserversorgung der Pflegebedürftigen zu überwachen. Möglich sind auch Kleidungsstücke, die Muskelaktivitäten beim Sport messen.
So arbeitet die Fraunhofer-Gesellschaft im Rahmen des EU-weiten Programms ConText an Hightech Textilien, die Tennislehrer, Volleyballtrainer oder Tanzlehrer ersetzen könnten. Sensoren in den Textilien messen jede Muskelbewegung. Alle Daten werden von einem Mini-PC ausgewertet. Stellt der Computer Fehler fest, werden Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet und über Display oder Bluetooth-Ohrstöpsel weitergeleitet.
Fachleute glauben allerdings, dass Hightech Textilien nur dann einen nennenswerten Markt finden werden, wenn die Technik nahezu unsichtbar ist.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski


