Immobiliendarlehen noch preiswert
Zwar sind die Zinsen für Immobiliendarlehen seit Sommer 2010 gestiegen. Hauskäufer und Bauherren finden aber immer noch historisch günstige Konditionen. Hausdarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung sind gegenwärtig (November 2010) ab 3,2 % zu haben. Im August betrug der Zinssatz noch 2,8 %. Da allgemein von einer Konjunkturerholung ausgegangen wird, ist es nach Auffassung von Experten nicht ratsam, auf ein neues Allzeittief zu warten. Vielmehr lautet der Rat, Immobiliendarlehen jetzt aufzunehmen und dabei eine möglichst lange Zinsbindung einzugehen. Mit einem drastischen Anstieg der Zinsen für ein Hausdarlehen wird allerdings wegen des hohen Wettbewerbsdrucks in nächster Zeit nicht gerechnet.
Immobiliendarlehen mit 10jähriger Zinsbindung kosten gegenwärtig zwischen 3,2 % und 3,5 %. Hausdarlehen mit 15 oder 20jähriger Laufzeit sind nicht viel teurer. Kann Eigenkapital gestellt werden, betragen die Zinssätze hier ab 3,7 %. Für sicherheitsbewusste Kreditnehmer lohnen sich lange Laufzeiten also immer noch, zumal damit in vielen Fällen fast die gesamte Kreditlaufzeit abgedeckt werden kann. Bekanntlich wird zwischen Laufzeit des Immobiliendarlehens und Zinsbindungsfrist unterschieden. Die Laufzeit beträgt je nach Höhe der Tilgungsrate meistens 30 Jahre oder länger.
Viele Kreditnehmer scheuen lange Zinsbindungsfristen über 10 Jahre hinaus, weil sie meinen, auf Veränderungen im Zinssatz nicht flexibel genug reagieren zu können. Diese Sorge ist jedoch in den meisten Fällen unbegründet. Immobiliendarlehen sind nach 10 Jahren mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist kündbar. Spätestens dann ist eine Kreditumschuldung möglich, sofern sich bessere Darlehensbedingungen anbieten.
Hausdarlehen mit fünfjähriger Zinsbindung sind weiterhin (November 2010) unter 3 % erhältlich. Immobiliendarlehen mit kurzer Zinsbindung empfehlen sich für finanzstarke Darlehensnehmer, die die Kreditsumme relativ kurzfristig zurückführen können.
Vor Aufnahme eines Hausdarlehens sollte eine Reihe von Fakten gegeneinander abgewogen werden. Kurze Zinsbindungsfristen bringen gegenwärtig noch historisch günstige Zinssätze aber ein verhältnismäßig hohes Zinsrisiko. Lange Zinsbindungsfristen bringen hingegen Planungssicherheit bei nur wenig höheren Kosten. Neben den Zinssätzen spielt außerdem die Flexibilität des Immobiliendarlehens eine Rolle, z.B. die Frage, ob Sondertilgungen oder Änderungen in der Tilgungsrate kostenfrei möglich sind. Ein Immobiliendarlehen-Vergleich ist in jedem Fall zu empfehlen, auch in Zeiten von Niedrigzinsen.
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Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski

