Immobilienfonds renditestärkste Fondsgattung 2007
Sie galten lange Zeit als renditeschwach und langweilig, doch 2007 war ihre Zeit gekommen. Die Rede ist von Immobilienfonds. Laut einer aktuellen Statistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) haben offene Immobilienfonds im Jahr 2007 mit durchschnittlich 5,4 Prozent Wertzuwachs im Zeitraum von März 2007 bis März 2008 die beste Performance aller Fondsklassen hingelegt. Waren es sonst Aktienfonds, die mit zehn Prozent und mehr pro Jahr glänzen konnten, haben ihnen diesmal die Finanzkrise und die damit verbundenen Kursrutsche an den Weltbörsen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Gegensatz dazu mussten Anleger mit Aktienfonds laut derselben Statistik des BVI im selben Zeitraum einen durchschnittlichen Verlust von 14,1 Prozent hinnehmen.
An zweiter Stelle der Statistik kommen - man mag es kaum glauben - Geldmarktfonds mit Anlageschwerpunkt in Europa. Auch geschlossene Immobilienfonds mit Anlageschwerpunkt in Deutschland legten in 2007 satte Gewinne hin, was nicht zuletzt am Anstieg des Deutschen Immobilien Index (Dix) von 1,3 Prozent im Vorjahr auf 4,5 Prozent in 2007 zu verdanken war. Dabei lagen Handelsimmobilien mit durchschnittlich 6,8 Prozent Wertsteigerung ganz vorne, gefolgt von Wohnimmobilien, welche ganz leicht von 6,5 auf nunmehr 6,0 Prozent einbüßten. Für Anleger zeigt sich hier wieder einmal, dass mit Immobilienfonds auch in schwierigen Börsenzeiten nachhaltig positive Renditen erwirtschaftet werden können. Ob offene oder geschlossene Fonds ist dabei zweitrangig und liegt vielmehr in der Präferenz und dem Risikoprofil des Anlegers.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Daniel Franke


