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Andreas Lojewski

Kartoffeln sind gesund

Lange galt es als nicht schick, Kartoffeln zu essen. Schließlich machen Kartoffeln dick, hieß es. Zu viele Kohlehydrate. Doch dieses Vorurteil ist überholt. Kartoffeln sind nämlich sehr gesund. Die Deutschen liegen also total richtig, wenn sie im Durchschnitt 70 Kilogramm Kartoffeln im Jahr verspeisen.

Kartoffeln enthalten so gut wie kein Fett, dafür aber 20 % Stärke, hochwertiges Eiweiß und viele Mikronährstoffe. Kartoffeln sind hervorragende Vitamin C Lieferanten. Insgesamt enthalten sie elf verschiedene Vitamine und 15 Mineralstoffe, zum Beispiel Magnesium, Kalium, Eisen, Kalzium und Phosphor. Die Kartoffel besteht zu 70 % aus Wasser und eine mittelgroße Frucht hat nur 70 Kalorien. Sie ist eigentlich ideal für Leute, die abnehmen möchten. Das hochwertige Eiweiß hilft, während des Abnehmens fit zu bleiben. Und die vielen Ballaststoffe sorgen für ein lang andauerndes Sättigungsgefühl.

Besonders gesund sind Pellkartoffeln. Denn gerade in der Schale und direkt darunter befinden sich die vielen Vitamine und Mineralstoffe. Ob man lieber fest kochende Kartoffeln oder mehlige mag, ist Geschmackssache. Die Norddeutschen bevorzugen feste Kartoffeln, während Süd- und Ostdeutsche die mehligen Sorten lieber mögen.

2000 unterschiedliche Kartoffelsorten gibt es weltweit. 156 Sorten werden in Deutschland verzehrt. Die Kartoffeln stammen ursprünglich aus den südamerikanischen Anden. Nachdem die Spanier sie im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht hatten, galt die Kartoffel wegen ihrer Blütenpracht zunächst ausschließlich als Zierpflanze. Erst seit Mitte des 18. Jahrhunderts wird die Kartoffelknolle als Nahrungsmittel verwandt.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski