Lachen gegen Stress
Lachen ist gesund. Das ist eine alte Volksweisheit. Unterdessen meint man zu wissen: Lachen senkt den Blutdruck. Lachen stärkt auch das Immunsystem. Das geschieht durch T-Zellen und Proteine, die durch ihre höhere Aktivität Antikörper bilden. Lachen soll auch Schmerzen lindern können.
Psychologen der Loma Linda University Kalifornien haben nun festgestellt, dass Lachen außerdem zur Stressbewältigung beiträgt. Selbst die Aussicht auf ein fröhliches Ereignis, etwa einen komischen Film, könne den Spiegel der Stresshormone senken, so die Studie der Wissenschaftler.
In einem ersten Schritt stellte man einen Zusammenhang zwischen erwartetem Lachen und zunehmender Produktion stimmungsaufhellender Beta Endorphine und von Wachstumshormonen fest. Danach wurde einer Gruppe von 16 Testpersonen humorvolle Unterhaltung in Aussicht gestellt. Die Forscher ermittelten, dass während, nach und vor dem Film die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Dopac um 35 bis 70 Prozent sanken. Selbst bevor die Testpersonen den Film sahen, sank das Niveau der Stresshormone um bis zu 70 Prozent.
In einem weiteren Schritt wollen die Forscher versuchen, die biochemischen Zusammenhänge zwischen der Humor-Region des Gehirns und dem Immunsystem zu verstehen. Der Leiter des Projekts, Lee Berk, geht davon aus, dass die Zytokine dabei von grundlegender Bedeutung sind. Zytokine sind vom Immunsystem produzierte Proteine. Sie regulieren, wie sich das Immunsystem bei äußeren Einflüssen und neurologischen Aktivitäten verhält. Gelingt es, diese Zusammenhänge aufzuklären, sind die Ergebnisse der Studie für Therapie- und Behandlungsformen verwertbar.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski


