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Andreas Lojewski

Leishmaniose nimmt in Europa zu

Leishmaniose ist eine Tropenkrankheit. Sie wird bei einem Stich der Sandmücke mit deren Speichel übertragen. Jährlich infizieren sich rund 12 Millionen Menschen mit dem Parasiten Leishmania. Die Infektion ist tödlich, wenn sie nicht behandelt wird. Sie führt zur Zerstörung von Milz, Leber und Knochenmark und zu Hautgeschwüren.

Zu den Hauptverbreitungsgebieten der Sandmücke gehören auch die Küstenregionen der Mittelmeerländer Aber selbst in Norditalien wurden bereits Sandmücken entdeckt. Leishmaniose verbreitet sich zunehmend in Europa. Als Gründe werden zum Beispiel angenommen der Klimawandel und zunehmende Reisetätigkeit.

Die meisten deutschen Patienten holen sich Leishmaniose in Spanien, in erster Linie auf Mallorca. Allerdings werden jährlich nur 50 – 100 Patienten festgestellt. Die Krankheit lässt sich jedoch nur schwer diagnostizieren, weil die Symptome stark variieren. Deswegen wird von einer Anzahl unentdeckter Fälle ausgegangen. Wird mit den richtigen Medikamenten behandelt, sind die Heilungschancen in der Regel sehr gut.

Einen Impfstoff gegen Leishmaniose gibt es gegenwärtig nicht. So bleibt nur die Verwendung von Insekten-Repellentien. Wissenschaftler halten es für sehr wahrscheinlich, dass streunende Hunde das Hauptreservoir für die Infektion sind. Hunde werden von der Sandmücke besonders häufig gestochen. Deshalb sollten keine Hunde in Risikogebiete mitgenommen werden.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski