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Anika Glowania

Märkte weltweit leiden unter der Krise

Die Schuldenkrise im Euroraum hält die gesamte Finanzwelt nun schon seit einigen Monaten in Atem. Im Großen und Ganzen haben die Börsen auf der ganzen Welt mit unter den Problemen der europäischen Gemeinschaftswährung zu leiden. Besonders die USA bekommt das in diesen Tagen zu spüren, denn hier übt nicht nur die Krise aus Europa negativen Einfluss auf die Märkte aus, sondern auch die aktuelle Entscheidung der Notenbank Fed, kein weiteres Konjunkturprogramm zu veranschlagen. Es wird also mit großen Kursschwankungen zu rechnen sein in den letzten zwei Wochen des alten Jahres.

Auf das gesamte Jahr hochgerechnet, konnte die Finanzwelt in 2011 keine sonderlich hohen Erfolge verzeichnen. Dies sah zu Beginn des Jahres bereits Jürg Zeltner, der als CEO beim Wealth Management der UBS zuständig ist, voraus. Er hatte verlauten lassen, dass im Jahr 2011 mit weitreichenden Entscheidungen von Regierungen und Zentralbanken zu rechnen sei, die zu Handels- und Währungskonflikten führen könnten. Ob er damals die ausgewachsene Eurokrise im Sinn hatte, ist nicht sicher. Doch diese hatte die Märkte im vergangenen Jahr komplett im Griff. An den Börsen ist auch jetzt zum Ende des Jahres kaum mit einer Erleichterung zu rechnen. Die Anleger haben über das ganze Jahr verteilt eine vermehrte Verunsicherung beim Kauf ihrer Anlageprodukte gezeigt, und es ist davon auszugehen, dass die zögerliche Haltung unter den Investoren ins neue Jahr hinein weiter anhalten wird.
Auch die kürzlich extrem stark fallenden Rohstoffpreise geben Anlass zur Sorge an den Märkten. Allein der Ölpreis war an der New Yorker Börse im Laufe dieser Woche um mehr als sechs Dollar auf einen Wert von weniger als 95 Dollar gesunken und sogar der Goldpreis, der eigentlich absolute Rekordwerte im Laufe dieses Jahres verzeichnen konnte sank so stark, wie bereits seit zwei Monaten nicht mehr. Die Börsen weltweit werden sich wohl darauf einrichten müssen, auch für den Rest des Jahres immer wieder im Minus schließen zu müssen. Denn ebenfalls bei Bankaktien, Währungen und Staatsanleihen sieht es derzeit eher düster aus. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die krisenartige Situation im neuen Jahr etwas entspannen wird und damit den Märkten Zeit zum Aufatmen gibt.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Anika Glowania