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Bastian Weber

Milliardenklage gegen Großbanken

Die US Regierung hat vor wenigen Tagen eine Milliardenklage gegen Großbanken eingereicht. Ihnen, darunter zum Beispiel auch die Deutsche Bank, wird vorgeworfen, staatliche Immobilienfinanzierer übervorteilt zu haben. Doch die Deutsche Bank ist nicht die einzige, die von diesem Schlag aus den USA betroffen ist. Noch 16 weitere Banken werden angeprangert, darunter die Bank of America, Goldman Sachs und JP Morgan Chase. Im Zentrum der Kritik steht, wie Hypothekenkredite vor einigen Jahren, bevor die Finanzkrise ausbrach, zu Wertpapieren gebündelt und an Investoren weiter verkauft worden seien. Jürg Zeltner, CEO des UBS Wealth Management ist der Meinung: „Die Bank muss dafür sorgen, dass der Kunde weiß, worauf er sich einlässt.“
Nun stehen die Großbanken am Pranger, weil sie angeblich unsauber gearbeitet hätten. Die Hausbesitzer, die ihre Kredite während der Finanzkrise nicht mehr bedienen konnten, seien eine weitere Folge. Dadurch brachen die Wertpapiere massiv ein. Es hätte vor dem Verkauf dieser Produkte von Nöten sein müssen, die Bonität der einzelnen Kunden bis aufs Äußerste zu prüfen, um feststellen zu können, ob diese auch tatsächlich in der Lage seien, ihre Kredite abzahlen zu können. Dies sei jedoch von allen beschuldigten 17 Großbanken verpasst worden. Auch falsche Angaben den Investoren gegenüber seien gemacht worden.

In den Klagen geht es um mehrere Milliarden Dollar. Man spricht von gebündelten Immobilienkrediten, die insgesamt auf einen Wert von 196 Milliarden Dollar kommen. Die Deutsche Bank zählt mit einem Anteil von 14,2 Milliarden Dollar sogar zu den am stärksten betroffenen Geldinstituten. Die Bank reagierte empört auf die Klage und kündigte an, dagegen auf jeden Fall alle möglichen Mittel ergreifen zu wollen. Man bezeichnet die Vorwürfe als haltlos und unbegründet. Schlimmer als die Deutsche Bank hat es eigentlich nur ihre Kollegen Bank of America, JP Morgan Chase und die Royal Bank of Scotland getroffen. Ob diese auch Maßnahmen gegen die Klage einleiten wollen, ist noch nicht bekannt. Auch inwiefern dies überhaupt möglich sein wird, ist noch nicht heraus.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Bastian Weber