Mit Kaffee gegen Gicht
Lange galt Kaffee als schädliches Genussgift. Abgesehen vom Koffein entzieht er dem Körper auch Wasser, hieß es. Das ist jetzt widerlegt und als Missverständnis entlarvt. Klar, wer Kaffee in Massen trinkt, der schadet seiner Gesundheit. In letzter Zeit mehren sich aber die Untersuchungen, nach denen Kaffee – natürlich in Maßen genossen – positive Wirkungen auf den Körper haben kann. So belegt eine umfangreiche Studie aus Nordamerika, das Männer über 40 Jahren bei einem Genuss von vier Tassen Kaffee oder mehr seltener an Gicht erkranken, als gleichaltrige „Abstinenzler“.
Überhaupt ist bei Gichtkranken die richtige Ernährung sehr wichtig. Durch sie kann Gichtattacken vorgebeugt werden. Grundsätzlich gilt es, den Harnsäurespiegel im Blut niedrig zu halten. Dabei ist purinarme Kost entscheidend, denn Purine werden im Körper zu Harnsäure.
Empfehlenswert sind Milch- und Milchprodukte, Eier, Reis, Teigwaren, die meisten Obstsorten, auch Möhren und Zwieback. Trinken Sie viel, am besten Wasser, etwa einen Liter pro 25 kg Körpergewicht. Wassertrinken ist sowieso gesund, spült außerdem die Nieren und vermindert die Konzentration von Harnsäure.
Alkohol hingegen sollte nicht getrunken werden. Der kann zu Gichtattacken führen. Vorsicht bei Hülsenfrüchten und Kohl. Die haben hohe Purinwerte. Zurückhaltung ist auch sinnvoll bei Fisch, Fleisch und Innereien. Gichtkranke sollten mit 100 Gramm pro Tag auskommen. Wer an Gicht leidet, sollte keine Nulldiäten machen, auch wenn einmal zu viel Fleisch gegessen wurde. Durch eine Nulldiät erhöht sich nämlich die Harnsäure ebenfalls.
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Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski


