Neues Mineral aus dem Weltall
4300 Minerale sind bekannt und in einer Liste eingetragen. Jetzt haben US-Forscher ein neues unbekanntes Mineral aus dem Weltall entdeckt. Es befand sich in einem winzigen Teilchen. Das aus Mangan und Silizium bestehende Halbleitermaterial war bisher weder auf der Erde noch im Weltall gefunden worden, so die Universität Washington in Seattle.
Das Mineral ist im April 2003 eingesammelt worden. Ein ER-2-Forschungsflugzeug der US-Raumfahrtbehörde NASA hatte es in extremer Höhe eingefangen, als die Erde durch den Teilchenstrom eines Kometen flog.
Die Forscher vermuten, dass das Mineral vom Kometen 26P/Grigg-Skjellerup stammt, dessen Teilchenstrom die Erde zu dieser Zeit getroffen hat. Dass Material aus dem Weltraum auf der Erde landet, ist etwas Alltägliches. Die NASA geht davon aus, dass jährlich etwa 40.000 Tonnen Material aus dem Weltall auf die Erde fallen, täglich ein Teilchen pro Quadratmeter Erdoberfläche.
Das neue Mineral wird Brownleeit genannt – nach dem Forscher Donald Brownlee. Für diesen Namen entschied sich der Internationale Mineralogenverband, weil Donald Brownlee sich um die Erforschung von Mineralien aus dem Weltall besonders verdient gemacht hat.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski




