Preisschwankungen bei Lebensmitteln nehmen zu
Die Preise für Lebensmittel ziehen weltweit an. Experten rechnen zukünftig tendenziell mit weiteren Preissteigerungen. Verbraucher und Produzenten werden sich außerdem an ein weiteres Phänomen gewöhnen müssen: Starke Preisschwankungen bei Lebensmitteln. Die Gründe dafür liegen in der wachsenden Weltbevölkerung und der gestiegenen Nachfrage in den so genannten Schwellenländern.
Nach Auffassung des Münchener ifo Instituts sind die Veränderungen auf dem Weltmarkt und die Reformen in der EU Agrarpolitik weitere Gründe für die Preisschwankungen bei Lebensmitteln. Die Öffnung zu den Weltmärkten sorgt für stärker schwankende Lebensmittelpreise ebenso wie die zunehmende Spekulation mit Agrarprodukten.
Für die Bauern bedeutet das höhere Risiken. Früher wurden Preisschwankungen bei Lebensmitteln durch das Instrument der Interventionsbestände ausgeglichen. Die gemeinsame EU Agrarpolitik konnte so für verlässliche Preise sorgen. Bei niedrigen Weltmarktpreisen wurden die Bestände aufgestockt; zog die Nachfrage an, wurden die Bestände wieder abgegeben. Das sorgte jedenfalls in Europa für stabile Lebensmittelpreise und gab den Bauern eine gewisse Planungssicherheit. Heute wissen die Bauern im Zeitpunkt der Aussaat noch nicht, welche Preise sie nach der Ernte erzielen werden.
Wie werden sich nun zukünftig die Lebensmittelpreise in Deutschland entwickeln? Der Einzelhandelsverband HDE geht davon aus, dass die Preise tendenziell steigen könnten. Wegen des harten Wettbewerbs bleiben die Lebensmittelpreise in Deutschland jedoch bezahlbar. Auch heute sind die Lebensmittelpreise in Deutschland wesentlich niedriger als in vergleichbaren Ländern
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski


