Schiffsbeteiligung - stehen Schiffsfonds vor dem Comeback
Eine Schiffsbeteiligung ist für viele Anleger eine interessante Anlagemöglichkeit, wenn es darum geht, am weltweiten Boom in der Seefahrt zu partizipieren. Anders als bei vielen anderen Anlageklassen, ist der Zugang zu Investments in Schiffe aber nur Anlegern vorbehalten, die einen bestimmten Mindestanlagebetrag aufbringen können (Angebote zum Beispiel auf www.schiffsbeteiligungen.net).
Wer eine Schiffsbeteiligung zeichnen will, muss nicht selten deutlich über 10.000 Euro investieren, um überhaupt Anteile erhalten zu können. Dies liegt schon allein am rechtlichen Konstrukt der Schiffsfonds. Während Investmentfonds beispielsweise als Sondervermögen aufgelegt sind, werden Schiffsbeteiligungen in der Regel als stille Beteiligungen, sogenannte Kommanditbeteiligungen, bei denen sich die Anleger als Kommanditisten beteiligen, aufgelegt. Aufgrund dieser Konstruktion unterliegen Erträge aus einer Schiffsfonds zwar nicht der Abgeltungssteuer, werden steuerlich aber als eine ganz normale unternehmerische Beteiligung behandelt. Vor allem für Anleger mit hohem persönlichem Steuersatz bieten sich hier enorme Steuervorteile.
Wer ein Investment in Schiffsbeteiligungen in Betracht zieht, sollte sich vorab aber unbedingt genau darüber informieren, welche unterschiedlichen Angebote es gibt. Die meisten Schiffsbeteiligungen in Deutschland werden von einigen wenigen großen Reedereien und Gesellschaften angeboten. Anbieter wie Lloyd Fonds oder Schroders sind schon seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt und bieten Produkte, an deren Seriosität kein Zweifel besteht. Die meisten Gesellschaften bieten über Schiffsfonds auch online Informationen an. Bezüglich der erzielten Renditen sollten Anleger allerdings Bescheidenheit walten lassen. Nachdem in den letzten Jahren weitestgehend steuerfreie Traumrenditen deutlich über zehn Prozent pro Jahr möglich waren, sind die erzielbaren Erträge im Zuge der Wirtschaftskrise stark eingebrochen. Insbesondere durch die deutlich niedrigeren Auslastungen und die gefallenen Verkaufspreise für gebrauchte Schiffe sind haben Schiffsbeteiligungen an Attraktivität verloren.
Auf dem aktuell niedrigen Niveau bieten sich allerdings wieder attraktive Einstiegschancen. Wer jetzt in Schiffsbeteiligungen investiert, kann nämlich von möglicherweise wieder steigenden Verkaufspreisen und höheren Auslastungen profitieren. Als antizyklisches Investment sind Schiffsbeteiligungen im Moment also interessanter denn je. Allerdings sollte man eine Schiffsbeteiligung immer im Vergleich betrachten. Oftmals unterscheiden sich die erzielbaren Renditen nämlich deutlich. Wobei auch der Risikoaspekt berücksichtigt werden sollte. Immerhin stehen auch bei Schiffsbeteiligungen höheren Renditechancen in der Regel auch deutlich erhöhte Risiken gegenüber.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Jan Fragel


