Schlafapnoe bei Frauen oft unerkannt
Atemaussetzer im Schlaf, die sog. Schlafapnoe, sind gefährlich: Die Atemunterbrechungen und Atemstillstände während des Schlafens führen nicht nur zu Konzentrationsschwäche und Tagesmüdigkeit. Die Unterversorgung mit Sauerstoff kann außerdem Bluthochdruck und eine Verkalkung der Herzkranzgefäße mit erhöhtem Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko verursachen. Unbehandelt könne Schlafapnoe die Lebenserwartung um bis zu zehn Jahre verkürzen, so die DGP (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.
An Schlafapnoe leiden etwa 2 – 3 Prozent der Bevölkerung, doppelt soviel Männer als Frauen. Das jedenfalls nahm man bisher an. Jetzt ist man sich sicher, dass Frauen im gleichen Maße an dem Schlafapnoe Syndrom leiden, jedenfalls bei Übergewicht und nach der Menopause.
Bei Frauen blieb die gefährliche Schlafapnoe oft unerkannt, weil die typischen Symptome, bis zu 90 Dezibel lautes Schnarchen, nicht auftreten. Schlafapnoe äußert sich bei Frauen häufig durch Ein- und Durchschlafstörungen. Auch Depressionen spielen eine Rolle, weswegen es bisweilen zu einer falschen Therapie mit Antidepressiva und Schlafmitteln kommt.
Symptome wie Tagesmüdigkeit, Einschlafschwierigkeiten oder nächtlicheAtemauffälligkeiten sollten Anlass sein, einen Arzt aufzusuchen, so der DGP (zitiert nach Pressetext). Schlafapnoe wird meist mit der CPAP-Therapie behandelt. CPAP bedeutet: „Continuous Positive Airway Pressure“. Die Patienten werden durch eine Nasenmaske mit leichtem Überdruck beatmet. Auf diese Weise bleiben die Atemwege offen und die Sauerstoffversorgung ist gewährleistet.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski


