Schlechte Karrierechancen an Deutschen Universitäten
Deutsche Universitäten behandeln ihren wissenschaftlichen Nachwuchs schlecht. Zu dieser Einschätzung kommen der Kölner Personaldienstleister KCP Executives und die Süddeutsche Zeitung (SZ). In einem Bericht kommt die SZ zu der Feststellung, dass die deutschen Hochschulen ihren wissenschaftlichem Nachwuchs keine verlässlichen Karrierechancen bieten.
KCP Executives schätzt die Lage so ein: Wer eine wissenschaftliche Karriere einschlägt, müsse bis über das 40. Lebensjahr hinaus mit einer finanziell und beruflich ungewissen Lage rechnen. Klappe die Laufbahn an der Hochschule doch nicht, haben viele der Betroffenen mit 30 oder 40 Jahren dann schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Von einer universitären Karriere könne man jungen Forschern deshalb nur abraten, so Marc Emde, Geschäftsführer von KCP. Wer sich für eine wissenschaftliche Karriere entscheide, solle dies lieber in Großbritannien oder in den USA in Angriff nehmen.
Dass die Berufsaussichten für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Ausland günstiger sind, stellt auch ein neuer Bericht für das Bundesbildungsministerium fest. Danach haben Promovierte hierzulande im Vergleich zu Frankreich, Großbritannien und den USA geringere Aussichten auf eine unbefristete Stelle als selbständige Forscher. Ein Fünftel der Hochschullehrer erhalte in Deutschland Dauerstellen, in Frankreich drei Viertel, Großbritannien zwei Drittel und in den USA mehr als die Hälfte. „Unsere Zukunfts- und Hoffnungsträger werden in den Hochschulen wie Bittsteller behandelt“, stellt dazu Bernhard Kempen, Präsident des Hochschulverbands, fest (zitiert nach Pressetext Nachrichtenagentur).
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski


