Sehenswürdigkeiten in St. Severin Keitum – Taufstein und Schnitzaltar
Die kurzen Berichte über St. Severin, die Kirche in Keitum auf Sylt, sind auf viel Interesse gestoßen. Deshalb will ich auf die einzelnen Sehenswürdigkeiten eingehen. Heute Taufstein und Schnitzaltar.
Schon von außen beeindruckt die romanische Kirche aus rheinischem Tuff, Granit, Feld- und Ziegelsteinen. Innen birgt Sie einige Schätze. Durchschreitet man den Mittelgang, ist der Blick auf den spätgotischen Flügelaltar gerichtet. Kurz davor fällt der Blick auf den Taufstein.
Der Taufstein wurde in der Gegend um Bentheim gefertigt und hat eine quadratische Sockelplatte mit 4 Löwen. Die Verwitterung entspricht seinem Alter. Er ist das älteste Stück in der Kirche. Ob er aus dem 11., 12. oder 13. Jahrhundert stammt, ist nicht genau bekannt.
Der Stein selbst mit seinen Rankenelementen und Symbolen ist gut erhalten. Am Boden des Messingeinsatzes ist die Taufe Christi eingraviert. Über dem Taufstein an der Wand ist der Taufdeckel zu sehen. Er zeigt die Darstellung der Taufe Jesu in einer Flusslandschaft.
Der Schnitzaltar am Ende des Innenraums stammt aus der Zeit um 1480. Im Mittelschrein liebevoll dargestellt Gottvater mit dem auferstandenen Christus, seitlich Maria mit dem Jesuskind und der Bischof St. Severin. Bei dem Kirchenpatron handelt es sich vermutlich um den heiligen Bischof Severinus um 1400 in Köln. Die zwölf Apostel sind mit markanten Gesichtern im Seitenflügel abgebildet. Es soll weitere weniger gut erhaltene Abbildungen geben, die nur bei zugeklapptem Hauptaltar zu sehen sind. In der Predella unter dem Schrein sieht man das Abendmahlsgeschehen und die Einsetzungsworte. Diese Malerei stammt vermutlich aus dem Jahre 1705.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski


