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Steffan Manschos

Stromanbieter Vergleich wird wichtiger

Der Atomausstieg wurde durch die Regierung jetzt mit Zahlen versehen. Spätestens bis zum Jahr 2022 sollen in Deutschland die letzten Atomkraftwerke vom Netz sein. Der Großteil wird dabei bereits 2021 nicht mehr am Stromnetz sein. Da Studien von einem erhöhten Stromverbrauch im Winter ausgehen, wird ein Kraftwerk, das bereits jetzt vom Netz genommen wurde, als kalte Reserve dienen, d.h. sollte es knapp werden mit der Stromerzeugung im Winter, wird dies Kraftwerk wieder angefahren.

Allerdings will die Bundesregierung dabei nicht auf die bereits eingeplanten Steuereinnahmen aus der Brennelementesteuer verzichten. Diese wird durch die Kernkraftwerksbetreiber bis zum Jahr 2016 entrichtet. Das eigentlich spannende Thema ist aber der notwendige Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. Wenn dieser Ausbau gelingen soll, sind leistungsfähige Stromnetze unabdingbar. Investitionen in erneuerbare Energien brauchen aber, wie jede andere Investition auch, eine gewisse Planungssicherheit. An dieser Stelle ist ganz klar der Gesetzgeber gefragt.



Für Stromkunden wird der Stromanbieter Vergleich vor diesem Hintergrund aus zwei Gründen immer wichtiger. Die erste Frage, die man sich stellen muss: Will man den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien selbst unterstützen? In diesem Fall sollte man beim Stromvergleich die Option Ökostrom wählen. Der zweite Grund für die zunehmende Bedeutung eines Vergleichs der Stromanbieter liegt in den voraussichtlichen Preissteigerungen. Es gibt verschiedenste Untersuchungen und Studien über die preislichen Auswirkungen des Atomausstiegs. Alle Studien haben aber einen gemeinsamen Tenor: Preissteigerungen beim Strom sind absehbar. Die verschiedenen Studien kommen nur zu unterschiedlich hohen Auswirkungen des Atomausstiegs auf den Strompreis. Klar ist, dass der Strom für Privathaushalte und auch der Gewerbestrom teurer wird. Lediglich große stromintensive Industriebetriebe können sich teilweise auf Ausnahmeregelungen berufen.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Steffan Manschos