Rund um Finanzen, Versicherung und Kredit
Andreas Lojewski

Termingeld oder Termineinlagen

Beim Termingeld, auch Termineinlage genannt, handelt es sich um Geldanlagen, die auf eine bestimmte Zeit befristet sind. Man unterscheidet Festgeld und Kündigungsgeld. Das Gegenstück zur längerfristigen Geldanlage in Termingeld ist die Sichteinlage.

Beim Festgeld wird eine feste Laufzeit vereinbart und ein bestimmter Zinssatz. Zum Ende der Laufzeit werden die Zinsen ausgezahlt, und der Bankkunde hat zwei Möglichkeiten. Er kann die Termineinlage prolongieren (verlängern). In diesem Fall werden die Zinsen meist unter Berücksichtigung des aktuellen Zinssatzes neu festgesetzt. Sehr oft ist zum Ende der Laufzeit eine Kündigung des Termingeldes erforderlich, will man diese Anlageform beenden. Andernfalls wird automatisch um die zuerst vereinbarte Laufzeit verlängert. Eine andere Möglichkeit ist, das Termingeld als so genannte Sichteinlage weiterzuführen bzw. auszahlen zu lassen. Sichteinlagen sind banktäglich verfügbar oder haben eine Laufzeit unter 30 Tagen bzw. können mit einer Frist unter einem Monat gekündigt werden. Girokonten z.B. sind Sichteinlagen. Für sie gibt es geringe oder überhaupt keine Zinsen..

Beim Kündigungsgeld wird eine bestimmte Kündigungsfrist vereinbart. Der Zinssatz ist variabel und richtet sich nach den aktuellen Geldmarktzinsen. Das Kündigungsgeld einschließlich der aufgelaufenen Zinsen ist verfügbar, nachdem die Kündigung ausgesprochen wurde und die Kündigungsfrist abgelaufen ist. Als Kündigungsfrist wird häufig ein Monat vereinbart.

Termingeld hat für den Anleger den Nachteil, dass es nicht ohne weiteres vorzeitig verfügbar ist. Manche Banken gestatten allerdings aus Kulanzgründen die vorzeitige Verfügbarkeit. Allerdings werden so genannte Vorschusszinsen und/oder Strafgebühren verlangt. Benötigt man den festgelegten Geldbetrag unbedingt, ist es deshalb meist wirtschaftlicher, die Termineinlage zu beleihen. Besser ist es allerdings, von vornherein nur Geld als Termingeld anzulegen, welches man innerhalb der festgelegten Frist sicher nicht benötigt.

Der Vorteil von Termineinlagen liegt in den höheren Zinsen gegenüber Tagesgeld. Grundsätzlich gilt: Je länger Geld fest angelegt wird, desto höher ist der Zinssatz. Die Banken können nämlich mit Termineinlagen sicherer planen als mit Sichteinlagen oder Tagesgeld. Termingeld ist für die Kreditvergabe leichter verwertbar.

Festgeldzinsen für Termingeld können je nach der Bank erheblich differieren. Mit dem Festgeldzinsvergleich lassen sich die besten Renditen herausfiltern


Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski