Texas im Überblick
Texas auf den kleinsten Nenner gebracht ist: TX. Das ist die offizielle Kurzbezeichnung für diesen zweitgrößten Staat der USA. Er ist fast zweimal so groß wie Deutschland und hat weniger als ein Drittel der Einwohner. Wer an Texas denkt, denkt meistens an Wild-West. Tatsächlich aber hat Texas viele Gesichter. Grob wird Texas aufgeteilt in 7 verschiedene Bereiche. West-Texas - auch Big Bend Country genannt; die Panhandle Plains; Central Texas – auch als Hill Country bezeichnet; die South TX Plains; die Gulf Coast; North Central Texas und East Texas. Diese Aufteilung ist in Karten nicht offiziell vermerkt, hilft aber, das große Land zu verstehen.
West-Texas entspricht am ehesten unseren Wild-West-Vorstellungen. Es wird oft auch Big Bend Country genannt. Mit El Paso im Westen, Midland und Odessa im Osten, San Angelo im Norden und Del Rio im Süden, ist West-Texas ungefähr umrissen. Charakteristisch ist die Chihuahuawüste, deren Schönheit sich im Big Bend Nationalpark gipfelt. Sehenswert auch der Guadelupe Mountains Nationalpark an der Grenze zu Neu Mexiko. Mit etwa 2.400 m Höhe ragt El Captain wie ein Wächter aus der kargen Landschaft. Eine fantastische Bergwelt, aufgefaltet aus einem frühen Ozean. Ein weiteres Beispiel für die vielen Überraschungen, die West-Texas bietet, sind die Monahan Sanddünen im Monahans Sandhills State Park nahe der Interstate 20 (I 20).
Nördlich von West-Texas liegen die Panhandle Plains – unendliches flaches Grasland. Das trifft besonders für den berühmten Llano Estacado zu. Größere Städte sind Abilane, Lubbock und Amarillo. Sehenswert und für Wanderungen geeignet ist zum Beispiel der Palo Duro Canyon, südlich von Amarillo. Von der I 20 über die 87 geht es Richtung Central Texas.
In Central Texas ist man mittendrin „in the heart of Texas“. Es wird landschaftlich geprägt vom so genannten Hill Country. Erodierungen haben vor Millionen Jahren diese originelle Hügellandschaft geschaffen. Knorrige Eichen, Pecan und Zedern bilden den wesentlichen Teil des Baumbestandes. Flüsse durchziehen die Landschaft, wie der Pedernales, Colorado und Guadelupe. Seen, wie Lake Buchanan oder Canyon Lake, laden zur Erholung ein. Auch Austin, die Hauptstadt liegt in Central Texas, malerisch am Colorado River. Das Hill Country wurde stark geprägt von deutschen Siedlern, die Mitte des 19. Jahrhunderts dort vom Deutschen Adelsverein systematisch angesiedelt wurden. Städte wie New Braunfels, Fredericksburg, Boerne legen Zeugnis ab über diese erstaunliche Zeit.
Bei der Millionenstadt San Antonio geht das Hill Country in die South Texas Plains über. Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Alamo und Riverwalk in San Antonio sollte man keinesfalls auslassen. Die weniger besiedelten Plains ziehen sich schier endlos bis zur Golf Region herunter. South Texas endet südlich am Rio Grande, der mexikanischen Grenze. Große Städte sind Laredo und McAllen. In Mc Allen ist man schon nahe der Golfküste.
Die „Gulf Coast“ -Region zieht sich etwa von Brownsville im Süden nach Port Arthur im Norden. Das sind ungefähr 500 km und viel mehr Küstenlinie. Meistens sind „Barrier-Islands“ mit herrlichen Stränden vorgelagert. South Padre Island ganz im Süden ist besonders schön. Enorme malerische Buchten liegen zwischen Inseln und Festland, ein Ferienparadies. Ganz anders Houston, im Norden der Golfregion. Houston ist die größte Stadt in Texas. Sie hat außerdem einen großen lebendigen Ballungsraum. Zwei Beispiele der unendlich vielen Sehenswürdigkeiten: Das Space Center mit großen Raketen und nahe gelegen die „San Jacinto Battleground State Historic Site“, wo der letzte Kampf um die texanische Unabhängigkeit stattfand.
Der andere riesige Ballungsraum liegt in North Central Texas. Kernpunkt ist Dallas – wer kennt es nicht – mit Fort Worth. Nord Central Texas wird auch als das Land der „Prairies and Lakes“ bezeichnet; unzählig, die Seen. North Central Texas zieht sich von Oklahoma im Norden herunter bis zur Golfregion. Von den unzähligen und grundverschiedenen Sehenswürdigkeiten soll hier „Washington on the Brazos“ genannt werden. In diesem winzig kleinen Ort wurde 1834 unter unglaublichen Umständen die Republik Texas gegründet.
East Texas, an der Grenze zu Louisiana, wird oft als „Piney Wood Area“ bezeichnet. Ganz im Gegenteil zur verbreiteten Vorstellung wird dieser Teil des Landes von riesigen Waldflächen dominiert, insbesondere von riesigen Kiefern. Laubbäume in den Wäldern sorgen teilweise für beeindruckende Herbstfarben. Im Frühling blühen Azaleen in den Wäldern. Seen, teilweise Wasserreservoire, laden in Naturparks zum Wandern und zu Wassersport ein.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Wilma Lojewski

