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Wilma Lojewski

USA Autotour Tipps

Eine USA Autotour ist ein unvergessliches Erlebnis. Wer mit dem Mietwagen oder Wohnmobil eine USA Rundreise macht, fühlt sich selbst wie „mitten im Film“. Man kann grandiose Landschaften und endlose Weiten durchqueren. Außerhalb der Zentren sind die Straßen nicht überfüllt und der Verkehr fließt ruhig und kontinuierlich. So findet sich ausreichend Gelegenheit, die Umgebung zu genießen. Selbst in einsamen Gegenden und Wüsten ist in der Regel ausreichend Infrastruktur vorhanden, so dass gefahrloses komfortables Reisen ohne weiteres möglich ist. Allerdings sollte man sich darüber klar sein, dass das Land gewaltige Ausmaße und besondere klimatische Verhältnisse hat. In South Dakota können die Temperaturen im Sommer und Frühherbst auf 40 ° C klettern und im Winter auf -30 ° C fallen.

Die nachfolgenden Tipps gelten besonders für die USA Autotour im Südwesten (Wüsten, Halbwüsten, Hochebenen), die Rocky Mountains und die westlichen Küstengebirge (Sierra Nevada): Führen Sie ausreichend Getränke und Verpflegung mit sich - Wasser, Saft, Sportgetränke, Obst, Müsliriegel, Studentenfutter, salzige Chips, Käse o.ä - und auch im Sommer warme Kleidung. Es reicht nicht, nur zu trinken. Sie müssen dem Körper auch Nährstoffe zuführen. Nachts kann es vor allem in den Wüsten, Halbwüsten und Hochebenen sehr kalt werden.

Besonders im Westen gibt es viele unbefestigte Straßen, die oft durch beeindruckende Landschaft führen. Viele von ihnen sollte man nur mit Allradantrieb befahren und vielleicht auch nicht allein. Manche Mietwagenfirmen schließen die Benutzung solcher Straßen in ihren AGB's aus. Erkundigen Sie sich vorher nach den Straßenverhältnissen.

Übrigens: Man unterscheidet gemeinhin vier Wüsten (deserts) in den USA mit unterschiedlicher Tier und Pflanzenwelt: Great Basin: Nevada, südöstliches Oregon, südliches Idaho, südwestliches South Dakota, westliches und südliches Utah; Mohave: Kalifornien, südlicher Zipfel Nevadas; Sonoran: Südöstlicher Teil Kaliforniens, südwestlicher Teil Arizonas und Chihuahuan: Äußerster Westen von Texas, südlicher Teil New Mexikos.

Auf der USA Rundreise sollte man sich immer über das Wetter informieren. Der „Weather Channel“ oder die Wetterberichte der bekannten Nachrichtensender (Fox, CNN) informieren gut. Vor allem in den Wüsten und Prärien können heftige Regenfälle ebenso heftige wie plötzliche Überschwemmungen und Flutwellen auslösen. Bei gewissen Wetterlagen sind Tornados möglich. Gibt es eine Hurrikanwarnung, sollte man den betroffenen

Küstenabschnitt meiden. Tornadozeit ist im Frühjahr, die schwersten Hurrikans ereignen sich meist im Spätsommer/Herbst. Besuchen Sie im Sommer waldbrandgefährdete Gegenden, achten Sie ebenfalls auf mögliche Warnungen. Einige hochgelegene Straßen und Pässe sind im Winter bis in das Frühjahr hinein gesperrt, z.B. in den Rockies oder in der Sierra Nevada, aber auch zum North Rim des Grand Canyon (hier meist bis Anfang Mai).

Achten Sie immer auf genügend Treibstoff. Das Tankstellennetz ist zwar, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, auch in entlegenen Gegenden gut ausgebaut. Dennoch gilt: Der Tank sollte voll sein, wenn Sie Wüstengegenden oder menschenleeres Gelände durchqueren wollen.

Von Kanada und Mexiko dürfen manche landwirtschaftliche Produkte nicht eingeführt werden. Einige US-Staaten (z.B. Kalifornien und Hawaii) begrenzen solche Einfuhr sogar aus anderen US-Staaten. Fährt man z.B. von Oregon nach Kalifornien, kann es passieren, dass man an einem Kontrollpunkt die mitgeführten Äpfel abgeben muss. Man will so die Ausbreitung von Schädlingen eindämmen oder (Hawaii) das empfindliche Ökosystem nicht gefährden. Übrigens: Wer Hawaii verlässt, darf auch keine Andenken aus der Natur mitnehmen.

Alle Staaten der USA haben an ihren Grenzen Visitor- bzw. Welcomecenter. Sie befinden sich unmittelbar an den Interstates oder Highways. Ein Besuch dort lohnt sich immer. Man kann sich informieren, mit Kartenmaterial versorgen und meistens in kleinen Museen oder Ausstellungen einiges über den Staat erfahren. Schilder weisen immer wieder auf Plätze von historischer Bedeutung hin, die sich unmittelbar an der Straße oder in deren Nähe befinden. Dort erhält man interessante Informationen über die junge und bewegte Geschichte Amerikas.

Nutzen Sie die "Scenic Routes". Sie sind in den AAA-Karten, in den Maps der Visitor Centers und manchen anderen Karten mit Punkten besonders gekennzeichnet. Auf diesen Routen finden Sie unzählige Aussichtspunkte, oft mit ausführlichen Informationstafeln. Die AAA-Maps bekommt man in den AAA-Niederlassungen als ADAC-Mitglied meistens kostenlos. Sie sind die idealen USA Straßenkarten für die Autotour.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Wilma Lojewski