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Wilma Lojewski

USA-Reisen und Restaurants

Wer an USA und Essen denkt, denkt meistens zuerst an Mac Donalds. Richtig ist, dass an den großen Einfallstraßen in den Städten meistens die ganze Palette der Fastfood-Ketten versammelt ist. Für einen schnellen Stopp und einen kleinen Imbiss ist das auf Reisen gar nicht schlecht. Das ist aber nur eine Seite der amerikanischen Restaurant-Szene. Hinweise auf gute Restaurants findet man oft in den AAA-Tourbooks, die man als ADAC-Mitglied bei den AAA-Niederlassungen meistens kostenlos erhält.

Die Amerikaner essen gerne und viel und keineswegs nur Fastfood. Wer im Hotel oder einen Einwohner fragt, findet fast überall gute Restaurants in verschiedenen Preisklassen. Empfehlenswert ist es, die regionale Küche auszuprobieren, wie Cajun in Louisiana, Barbeque in Texas oder die besonders feine kalifornische Küche. Es gibt auch Restaurant-Ketten, die schmackhafte und preiswerte Hausmannskost von hoher Qualität anbieten. Gute Beispiele sind Shoney’s und Cracker Barrel.

Das Personal ist nicht in jedem Fall professionell aber meistens ausgesprochen höflich und nett. Die Bedienung möchte alle Wünsche des Gastes erfüllen und wird wahrscheinlich mehrfach fragen, ob alles o.k. ist. Kaffee, Wasser und manche Softdrinks werden meistens ohne Mehrkosten nachgefüllt. In guten Restaurants (leider in Touristenzentren seltener) wird das kostenlose Glas Wasser selbstverständlich hingestellt. Ein guter und gesunder Service, nicht zuletzt wegen des Klimas.

Wer ein beliebtes Restaurant besuchen möchte, muss mit Wartezeiten rechnen. Deshalb ist es sinnvoll, vorher telefonisch eine Tischreservierung vorzunehmen. Am Empfangstresen des Restaurants nennt man seinen Namen, wenn man reserviert hat, oder man sagt z.B.: „Two for Dinner“. Man wird dann an seinen Tisch geführt. Keinesfalls – außer in Fastfoodrestaurants oder wenn man ausdrücklich dazu aufgefordert wird – setzt man sich selbst an irgendeinen Tisch. Der Grund für diese etwas umständliche Zeremonie ist die in den USA übliche Trinkgeldpraxis. Wenn einem der vorgeschlagene Tisch nicht zusagt, bittet man höflich und bestimmt um einen anderen.

Es ist nicht unhöflich gemeint, wenn die Bedienung während des Hauptganges schon die Rechnung bringt. Nach dem Essen noch sitzen zu bleiben, ist nicht üblich. Möchte man noch im Restaurant bleiben, bestellt man einfach ein Dessert oder etwas zu trinken. Die Preise auf der Rechnung sind – wie fast immer beim Einkaufen – in aller Regel Nettopreise. Aufgeschlagen werden noch diverse Steuern, die von Staat zu Staat unterschiedlich hoch sind. Man bezahlt meistens mit Kreditkarte. Auf den ausgewiesenen Betrag schlägt man mindestens 15 % Trinkgeld (Tip) auf. Wenn es einem gut geschmeckt und gefallen hat, erhöht man dies Trinkgeld durchaus auf bis zu 20 %. Da diese Vorgehensweise Ausländern oft nicht bekannt ist, wird in Touristenzentren manchmal Tip in die Preise eingerechnet. Das wird dann auf der Speisekarte erwähnt. Wer darauf nicht achtet, zahlt möglicherweise doppelt Tip.

Oft sind die Portionen so reichlich, dass sie nicht zu bewältigen sind. Die Bedienung fragt dann meistens, ob man eine „bag“, manchmal auch „doggy bag“ genannt, möchte. So kann man den Rest selbstverständlich und unkompliziert mitnehmen und später essen.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Wilma Lojewski