Würzen mit Essig
Essig, das hört sich nach sauer und sauber an. Mancher denkt auch an natürliche Reinigungsmittel fürs Bad. Oder an den guten Rat seiner Großmutter, Insektenstiche und kleine Wunden mit Essig zu behandeln. Essig ist aber auch für Feinschmecker interessant. Mit Essig lässt sich besonders aromatisch würzen. Bis im 14. Jahrhundert war Essig deshalb ein beliebtes und populäres Würzmittel.
Auch heute noch schätzen Feinschmecker die immense Würzkraft des Essigs aus der Kombination von frischer Säure und Süße. Selbstverständlich muss es sich um Qualitätsessig handeln, der ausreichend lange gereift ist. Nur in reifem Essig können sich die Aromen voll entfalten.
Und die Aromen Sind vielfältig. Denn Essig kann aus recht unterschiedlichen Grundstoffen hergestellt werden. Grundlage können alle alkoholhaltigen und zuckerhaltigen Flüssigkeiten sein, etwa Wein, Apfelmost und Traubensaft. Selbst Bier und Reiswein dienen als Rohstoff für die Herstellung von Essig. Und nach der Essigsäuregärung ist dann noch eine Verfeinerung mit Früchten, Gewürzen oder Kräutern möglich.
So eignet sich Essig auch hervorragend für die „Warme Küche“. Guten Weinessig zum Beispiel kann man beim Kochen genauso verwenden wie Wein. Für manche ist die Würzkraft des Essigs sogar noch besser. So kann man z.B. Wildkräutersuppe mit Weißweinessig veredeln und die Sauce zum Rinderbraten kann durch Rotweinessig einen neuen, interessanten Geschmack erhalten.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski


