Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen
Wenige Versicherer bieten eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen an. Bei den meisten Tarifen ist der Leistungskatalog jedoch mehr oder weniger eingeschränkt. Zudem gibt es Wartezeiten und verhältnismäßig enge, häufig nach Zeitablauf gestaffelte Summenbegrenzungen.
Eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung war früher so gut wie unmöglich. Wer wegen des schlechten Zustands seiner Zähne, wegen fehlender Zähne oder einfach nur wegen seines Alters den Gesundheitstest nicht bestanden hatte, war häufig allein auf die mageren Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen angewiesen. Anträge auf eine private Zahnzusatzversicherung hatten nur in den seltensten Fällen Erfolg. Unterdessen gibt es aber eine Reihe von Versicherern, die sich das Geschäft mit den Problemfällen nicht entgehen lassen wollen. Sie bieten Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen und ohne Berücksichtigung eines Höchstalters an, selbst nachdem andere Versicherungen den Abschluss von Verträgen abgelehnt haben.
Eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen kann also für Personen interessant sein, bei denen Vorschädigungen des Gebisses bestehen und/oder eine Zahnbehandlung bereits angeraten ist. Diese Personengruppe erhält die Möglichkeit, trotzdem eine Zahnzusatzversicherung abschließen zu können. Allerdings sind lediglich zukünftige Schäden versichert. Wie bei jeder Versicherung werden bei Vertragsschluss bestehende Schäden auch von einer Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen nicht erfasst. Beliebt ist der Vergleich, dass man ein brennendes Haus eben nicht mehr gegen Brand versichern kann.
Bei einer Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist es besonders wichtig, sich vor Abschluss über den Leistungsumfang zu unterrichten. Zwar gibt es einige akzeptable Tarife, die meisten lassen jedoch zu wünschen übrig. Manchmal sind beispielsweise nur Zahnersatzmaßnahmen nicht jedoch Zahnbehandlungen versichert. Wartezeiten und Summenbegrenzungen sind üblich wie bei jeder Zahnzusatzversicherung. Allerdings sind die Summenbegrenzungen bei einer Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen sehr oft besonders niedrig. Es gibt Versicherungen, die nicht mehr als 1000 Euro in vier Jahren bezahlen. Andere leisten nach einer Wartezeit von acht Monaten im ersten Jahr höchstens 500 und in den ersten drei Jahren höchstens 1500 Euro. Neben den Leistungseinschränkungen sind in vielen Fällen außerdem die Monatsprämien verhältnismäßig hoch. Kommt es relativ rasch nach Abschluss einer solchen Zahnzusatzversicherung zu einem Schadensfall, ist ihr Wert mehr als fraglich.
In jedem Fall ist es besser, rechtzeitig eine Krankenzusatzversicherung abzuschließen, bevor wesentliche Zahnschäden eingetreten sind. Ist dieser Zeitpunkt verpasst worden, ist eine fachkundige Beratung vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen empfehlenswert. Dazu muss man nicht unbedingt ein Versicherungsbüro aufsuchen. Möglich ist auch ein Versicherungsvergleich online mit einem kompetenten Berater.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andreas Lojewski

