Baden in der Nordsee auf Sylt

    Was jeder wissen muss: Baden ist auf Sylt sowohl an der Nordspitze, dem Ellenbogen, als auch an der Südspitze, der Hörnum Odde, absolut verboten! Da sind die Verbindungen zum Wattenmeer mit extrem gefährlichen Strömungen.

    Ansonsten hat man die große Strandauswahl: Für beschauliches baden sind die Oststrände zum Watt in Hörnum oder List geeignet. Das echte und einzigartige Sylter Badeerlebnis hat man jedoch an der ca. 40 km langen Westküste. Tolle Strände ohne Ende, wobei unerfahrene Schwimmer einen der bewachten Strände vorziehen sollten.

    Fast 40 km Strand

    Die Weststrände haben immer Wasser. Kaum drin, kann man praktisch sofort schwimmen. Am besten parallel zum Strand, dann kommt man beim Streckenschwimmen nicht zu weit raus und kann den Gezeitenstrom nutzen.

    Der verläuft kaum merklich etwa parallel zum Strand. Schwimmt man so, kann man feststellen, dass es in die eine Richtung besser geht als in die andere. Also: Bei Ebbe Richtung Süden schwimmen und bei Flut Richtung Norden.

    Die Nordsee ist meistens erfrischend kalt, hat aber im Sommer durchaus 18 bis 22 Grad, manchmal auch mehr. Ob die Temperaturen so sind oder ob man schon bei 16 Grad reingeht, immer hat man das Gefühl, es ist kalt.

    Selbstverständlich gilt auch hier wie überall: Langsam reingehen und den Körper nass machen bevor man untertaucht. Wellen machen die Phase des Reingehens leichter. Es plitscht und platscht und schon ist man nass.

    Wellenbaden

    Durch die kleine Brandung muss man natürlich durch, wenn man schwimmen möchte. Hinter der Brandung kann man meistens wunderbar schwimmen oder mit den Wellen schaukeln. Fast schöner ist Brandungsbaden.

    Sie haben Angst, dass eine Welle Sie umschmeißt? Wenn sich plötzlich eine Welle auftürmt, die Sie mit Hochspringen nicht meistern können, ist es am besten, sich hinein zu ducken oder kopfüber tief unten in den Wellenfuß zu tauchen. Dann rauscht es über Sie hinweg.

    Bodysurfen

    Beliebt ist das Bodysurfen. Dabei versucht man gebückt oder schwimmend die Welle zu erwischen kurz bevor sie bricht.

    Den Körper strandwärts langgestreckt, Arme vorweg wird man dann von der Welle mitgenommen. Das hört sich unheimlich an?

    Ja, manchmal ist die Brandung so hoch und stark, dass selbst geübte Schwimmer es vorziehen, vorne in den Wellen zu toben.

    Normalerweise findet man sein Maß selbst. Bei höherer Brandung ist auf jeden Fall ein bewachter Strand vorzuziehen. Bei gefährlicher Brandung ist das Baden verboten.

    Trecker als Gefahr beim Baden

    Manchmal hört man, dass „Trecker“ Ursache für Badeunfälle vor Sylt waren.

    Wie überall beim Baden ließe sich mancher Badeunfall vermeiden, wenn die Betroffenen über die Gefahr und den Umgang damit Bescheid gewusst hätten.

    Hier ist eine kurze Information zum „Trecker“, auch Ripströmung genannt.

    Trecker sind Ströme, die entstehen, wenn das einrollende Brandungswasser zurückfließt. Das kann man sich vorstellen. Solche Vorgänge kann man verkleinert am Strand beobachten, wenn das Wasser in kleine Rinnen zusammenläuft und mit zunehmender Geschwindigkeit zurückfließt.

    Sind diese Rinnen groß genug und stellt man sich hinein, merkt man den Sog an den Beinen.

    Große Trecker bilden sich manchmal und besonders bei Buhnen, die als Hindernis in der Brandung die Bildung großer Trecker begünstigen. Deshalb ist Baden zu nah an den Buhnen gefährlich.

    Was also tun, wenn man in einen starken Trecker gerät und vom Strand weggerissen wird? Gegen den Strom zurück schwimmen ist dann praktisch aussichtslos. Panik erhöht natürlich die Gefahr, deshalb:

    Oberstes Gebot – Ruhe bewahren. Normalerweise kann man zur Seite aus der Strömung schwimmen. Man kann sich auch erst treiben lassen, bis der Trecker an Kraft verliert oder endet und dann außerhalb der Strömung zurück schwimmen.