Baudarlehen und Hausfinanzierung

    Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Hausfinanzierung. Man kann, und sollte, Eigenkapital und Eigenleistungen einsetzen. Bausparverträge sind nach wie vor beliebt.

    Bisweilen können öffentliche Fördermittel eingesetzt werden.

    Und dann gibt es eine Anzahl unterschiedlich strukturierter Baudarlehen, in aller Regel gesichert durch eine in das Grundbuch eingetragene Grundschuld.

    Annuitätendarlehen & tilgungsfreie Baudarlehen

    Die Grundform ist das so genannte Annuitätendarlehen. Ein solches Baudarlehen wird mit Zins und Tilgung meist in gleich bleibender Höhe zurückbezahlt.

    Es gibt aber auch tilgungsfreie Baudarlehen. Die werden am Ende der Laufzeit durch eine Lebensversicherung getilgt, die man zusammen mit dem Kredit zur Hausfinanzierung abschließen muss.

    Meistens werden für eine Hausfinanzierung mehrere Möglichkeiten einbezogen, z.B. Eigenkapital, Bausparverträge und Annuitätendarlehen.

    Eigentlich ist eine Eigenheimfinanzierung ein reicht komplexer Sachverhalt. Es ist deshalb von Vorteil, sich vor der geplanten Baumaßnahme über die einzelnen Baufinanzierungsformen zu informieren.

    Das Baudarlehen in Form des Annuitätendarlehens ist eigentlich ein normaler Ratenkredit. Hier wie dort werden in monatlichen Raten Tilgung und Zinsen bezahlt.

    Das Baudarlehen unterscheidet sich aber doch in mancher Hinsicht von einem Konsumentenkredit: Da ist einmal die Kredithöhe.

    Während Konsumentenkredite meistens nur bis zu einer Summe in Höhe von 50.000 Euro ausgezahlt werden, bekommt man ein Baudarlehen kaum unter 30.000 Euro und nach oben hin ist der Hauskredit grundsätzlich unbegrenzt.

    Die Zinssätze sind geringer als beim Privatkredit. Dafür müssen auch besondere Sicherheiten geleistet werden, nämlich eine Grundschuld auf das Hausgrundstück und oft wird auch noch eine Mithaftung des Partners gefordert.

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    Die Laufzeiten sind beim Hauskredit lang. Sie können bis zu 35 Jahre und mehr betragen.

    Wahl der passenden Zinsbindungsfrist

    Von der Laufzeit zu unterscheiden ist die Zinsbindungsfrist. Das ist der Zeitraum, für den ein konstanter Zinssatz vereinbart werden kann. Zinsbindungsfristen von fünf, zehn und fünfzehn Jahren sind normal.

    Längere Zinsbindungsfristen sind sehr selten. In aller Regel sind die Zinsbindungsfristen kürzer als die Darlehenslaufzeiten.

    Das bedeutet: Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist muss neu verhandelt werden, auf der Grundlage der dann gültigen Zinssätze. Die Wahl der richtigen Zinsbindungsfrist ist deshalb von großer Bedeutung.

    Sind die Zinsen niedrig bzw. in einer annehmbaren Höhe, kann man mit einer langen Laufzeit nichts verkehrt machen. Bei hohen Zinsen sollte eine kurze Laufzeit gewählt werden.

    Möglich ist auch die Vereinbarung eines flexiblen Zinssatzes für einen gewissen Zeitraum. Das kann z.B. dann von Vorteil sein, wenn in näherer Zukunft mit weiteren Zinssenkungen gerechnet wird.

    Sondertilgungsoptionen

    Neben der Zinsbindungsfrist ist auch die Sondertilgungsoption wichtig. Eine Sondertilgung sollte möglich sein, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.

    Von der Sondertilgungsoption zu unterscheiden ist die Umschuldung des Baudarlehens in einen günstigeren Kredit. Das ist grundsätzlich immer möglich.

    Bei Laufzeiten bis zu zehn Jahren kann allerdings eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt werden.

    Gerade bei Baudarlehen mit den hohen Kreditsummen heißt vergleichen wirklich Geld sparen. Verglichen werden sollten nicht nur die Konditionen für eine Finanzierungsart sondern auch unterschiedliche Finanzierungspakete.

    Auf diese Weise findet man heraus, welches Finanzierungspaket und welches Baudarlehen den individuellen Bedürfnissen am besten genügt.