Cap-Kredite – Zinssicherheit bei Tilgungsflexibilität


    Cap-Kredite sind Darlehen mit variabler Verzinsung bei einer festgelegten Zinsobergrenze.

    Sie spielen zur Finanzierung von Investitionen, insbesondere auch zur Finanzierung von Bauvorhaben, eine bedeutende Rolle.

    Vorteil: Zinsobergrenze

    Es handelt sich also in der Regel um langfristige Darlehen mit flexiblen Tilgungsoptionen. Der Hauptvorteil der Cap-Kredite ist natürlich die festgelegte Zinsobergrenze.

    Durch die Kopplung an unterjährige Geldmarktzinsen kann der Kreditnehmer von Zinssenkungen zusätzlich profitieren. Bei stark fallenden Zinsen kann der Cap-Kredit grundsätzlich jederzeit in ein Festzinsdarlehen umgewandelt werden.

    Natürlich berechnet die Bank eine Cap-Gebühr, deren Höhe abhängig ist vom Höchstzinssatz und von der Laufzeit.

    Interessant für private Bauherren

    Durch Cap-Kredite wird das Zinserhöhungsrisiko also eingegrenzt. Das Kreditgeschäft wird kalkulierbar. Gleichzeitig hat der Kreditnehmer die Möglichkeit, von sinkenden Zinsen zu profitieren.

    Eine interessante Kreditvariante auch für private Bauherren. Doch Achtung: Unter der Bezeichnung Cap-Kredite werden recht unterschiedliche Produkte angeboten. Vor Abschluss eines Kreditvertrages sollten daher folgende Fragen geklärt werden:

    Worauf vor Abschluß achten

    Was kostet der Cap-Kredit? Dabei ist es nicht so einfach, die Konditionen einzelner Finanzinstitute untereinander zu vergleichen.

    Oft ist der Preis für einen niedrigen Einstiegszins eine besonders hohe Zinsobergrenze. Der Anfangsvorteil ist dann dahin, wenn die Zinsen schnell anziehen.

    Wichtig ist auch die Höhe der Cap-Prämie. Die beträgt in der Regel zwischen 1 % und 2,5 % der Kreditsumme. Natürlich wird die Cap-Prämie bei der Berechnung des Effektivzinses erfasst.

    Kommt es aber zu Sondertilgungen oder vorzeitiger Rückzahlung bzw. Umschuldung in einen Festzinskredit, dann steigt der zunächst errechnete Effektivzins natürlich nachträglich an. Die flexiblen Tilgungsmöglichkeiten, die den Cap-Kredit für viele attraktiv machen, sorgen so nachträglich für eine Verteuerung des Kredits.

    Welche Vereinbarungen gelten für die Zinsen? Wann passt die Bank die Zinsen an? Zum Beispiel monatlich – gut bei fallenden Zinsen oder nur alle 6 Monate – vorteilhaft bei steigenden Zinsen? Achten Sie darauf, dass Grundlage für die Zinsanpassung ein gängiger Referenzzinssatz ist.

    Wie sieht es mit den Sondertilgungsmöglichkeiten aus? Sind Sonderzahlungen jederzeit möglich oder nur zu bestimmten Terminen?

    Die Gleiche Frage muss für die vollständige Kreditablösung bzw. Umschuldung gestellt werden. Ein Cap-Kredit ist eigentlich nur dann wirklich vorteilhaft, wenn der Kreditvertrag das Sondertilgungsrechts zu jeder Zeit und unbegrenzt zulässt.