Der Grand Canyon aus drei Perspektiven

    Jeder hat ihn wahrscheinlich schon auf Bildern gesehen. Viele waren da. Sie noch nicht? Hier bekommen Sie eine Vorstellung des Naturwunders Grand Canyon aus drei Perspektiven.

    Auf dem Weg zum South Rim des Grand Canyon. Wir fahren über plattes Land, ein riesiges Hochplateau. Wir müssen ganz nah sein. Dort ist schon unser Hotel und ganz in der Nähe ein Helikopter-Landeplatz.

    Grand Canyon aus der Luft

    Erst mal drüber weg fliegen? Oh ja! Der Heli tänzelt langsam über Wald, Wald, Wald. Pinien und Wacholder. Die Spannung steigt. Wo bleibt er denn? Irgendwo haben wir gelesen: ,Was immer Sie gesehen haben, auf den Grand Canyon sind Sie nicht vorbereitet.’

    Endlich. Atemberaubend und überwältigend der Canyon. Majestätische Formen in rot-grüner Farbvielfalt, Licht und Schattenspiele. Kein Ende in Sicht.

    Bunte Steilhänge ragen über eine Meile tief hinunter. Unten blitzt der Colorado River auf. Grandioser Einstieg der Flug. Unbedingt empfehlenswert.

    Zeit, dieses Wunder zu Fuß zu erforschen. Der vorangeschrittene Tag erlaubt noch einen Ausflug zum berühmten Hotel El Tovar am Rand des Cayons, zum Yavapi Museum und zum Visitors Center.

    Nationalpark

    Das El Tovar – trutzig wie eine Burg am Canyonrand – wurde 1905 aus Naturstein und Holz gebaut. Passend dazu hält daneben die etwa gleichaltrige Grand Canyon Railway, mit der man nach Williams fahren kann.

    Das Yavapi Museum bietet unter anderem einen Einblick in die Geologie des Canyons. Im Visitors Center entscheiden wir: Zwei Touren am Rim entlang und alle Aussichtspunkte besuchen, einmal so weit wie möglich in den Canyon wandern.

    Die Aussichtspunkte tragen Namen wie: Hermit’s Rest, Hopi Point, Grand View Point, Lipan Point, es sind bestimmt ein Dutzend. Überall verschiedene grandiose Szenen. Am Desert View Point ahnt man, wie die Landschaft in „Painted Desert“ übergeht.

    Bright Angel Trail

    Die Wanderung in den Canyon geht über den Bright Angel Trail zum Plateau Point, 9,8 km lang. Ein Höhenunterschied von ca. 950 m.

    Im Reiseführer steht Plateau Point als Maximum für eine Tagestour. Serpentinen ohne Ende. Die Sonne steht trotz April hoch. Nach knapp 2,5 km kommt das „Mile-and-a-Half Resthouse“.

    Nächster Stopp: das „Three-Mile Resthouse“. Die Umgebung ist unglaublich schön. Die dritte Etappe endet in Indian Garden. Wunderbar. Eine grüne Oase mit Bäumen die an Pappeln und Weiden erinnern.

    Zeit für ein paar Müsliriegel. Trinkwasser gibt es hier auch. Rechts führt der Bright Angel Trail weiter Richtung Fluss. Wir gehen links Richtung Plateau Point. Raus aus dem Grün wird es wieder wüstenartig.

    Ringsumher der weit aufragende Canyon und zu unseren Füßen kleine Impressionen wie blühende Kakteen und sogar ein paar Eidechsen. Schließlich ist Plateau Point erreicht: Felsenplatten von denen aus man herunterschauen kann zum wild wirkenden Colorado River.

    Der Rückweg wird ebenfalls ein großartiges Erlebnis. Überflüssig zu erwähnen, dass er anstrengender ist, weil die Sonne höher steht und es bergauf geht.

    Verantwortlich für diesen Beitrag: Wilma Lojewski