Eigenkapital Fremdkapital beim Hauskauf

    Ein Hauskauf oder der Bau eines Eigenheims wird in den überwiegenden Fällen mit Eigenmitteln, auch Eigenkapital, und Fremdkapital finanziert.

    Inhaltsverzeichnis

    Eigenkapital

    Unter Eigenkapital versteht man bei der Eigenheimfinanzierung alle Mittel, die der Bauherr selbst zur Verfügung hat.

    Dazu gehören Bargeld, Sparguthaben, Festgeld, Wertpapiere und natürlich vorhandener Grundbesitz, soweit dieser nicht belastet ist.

    Bausparguthaben (nicht Darlehen) sind ebenfalls Eigenmittel. Manchmal werden zu den Eigenmitteln auch besondere Kreditarten, wie Kredite von Verwandten, Arbeitgeberdarlehen oder auch öffentliche Zuschüsse hinzugerechnet. Eigenmittel sind auch die geplanten Eigenleistungen.

    Der Begriff des Eigenkapitals kann also weit gefasst werden. Möchte man kalkulieren ob man sich das gewünschte Haus auch leisten kann, sollte der Begriff Eigenmittel enger gefasst werden.

    Berücksichtigt werden sollte nur das eigene Geld, dass man tatsächlich für den Bau oder Erwerb einsetzen kann, also keine öffentlichen Mittel oder andere nicht offizielle Kredite.

    Der so errechnete Betrag sollte wenigstens 20 % der prognostizierten Gesamtsumme ausmachen. Wenn noch Eigenleistung hinzukommt, umso besser.

    Natürlich gibt es auch Angebote zur Eigenheimfinanzierung über 100 % der Gesamtsumme. Eine Eigenheimfinanzierung ausschließlich über Fremdmittel ist aber teuer und risikoreich.

    Fremdmittel

    Fremdkapital oder Fremdmittel ist alles, was zur Finanzierung des Hauses aufgewendet werden muss und nicht aus der eigenen Tasche des Hausbauers stammt.

    Es ist die Differenz zwischen Eigenkapital/Eigenmitteln und den zu finanzierenden Gesamtkosten.

    Will man kalkulieren, ob man sich das Haus leisten kann, muss man das Eigenkapital eng fassen und zum Fremdkapital auch Verwandtenkredite, öffentliche Förderung (Wohn-Riester) und Arbeitgeberdarlehen hinzurechnen.

    Natürlich gehören zu den Fremdmitteln Bauspardarlehen und jede Form von Krediten, die in der Regel über Grundschulden abgesichert werden.

    Fremdmittel bzw. Fremdkredite setzen ein geregeltes Monatseinkommen voraus. Der Kreditgeber ermittelt anhand der Angaben seines Kunden, ob der zukünftige Hauseigentümer genügend freie Mittel hat, um den Kredit bedienen zu können.

    Es sind also zwei Punkte, die bei der Eigenheimfinanzierung wichtig sind: Genügend Eigenkapital und dass die laufenden Mittel für die Fremdfinanzierung aufgebracht werden können, ohne in die Schuldenfalle zu geraten.