Private Krankenversicherung wechseln

    Von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln, damit lässt sich das Leistungsniveau deutlich erhöhen und außerdem viel Geld sparen.

    In manchen Fällen lohnt sich auch ein Wechsel der Krankenversicherungsgesellschaft, wenn man bereits privat krankenversichert ist.

    Besonders im letzten Fall ist ein kostenloser Versicherungsvergleich zu empfehlen. Mit einem Krankenversicherungsrechner kann man abschätzen, welche Krankenkasse bei gleicher Leistung niedrigere Beiträge erlaubt oder welche bei höherer Leistung den gleichen Beitrag bietet.

    Wechsel in die Privatversicherung

    Der Wechsel von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung ist bei Arbeitnehmern möglich, wenn Sie sich selbstständig machen oder die Versicherungspflichtgrenze überschreiten.

    Allerdings ist es nicht so einfach, diesen Schritt rückgängig zu machen. Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse ist nur möglich, wenn der selbstständige Versicherungsnehmer wieder als Arbeiter oder Angestellter tätig wird bzw. Sozialleistungen in Anspruch nehmen muss.

    Arbeitnehmer können in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, wenn sie die jeweils gültige Versicherungspflichtgrenze unterschreiten.

    Selbstständige, Freiberufler oder Beamte, die gesetzlich krankenversichert sind, können immer zu einer privaten Krankenversicherung wechseln.

    Private Krankenversicherung wechseln

    Wer bereits privat versichert ist und die private Krankenversicherung wechseln möchte, muss sich mit dem Problem des Eintrittsalters auseinandersetzen.

    Je höher das Eintrittsalter, desto höher sind auch die Beiträge. Das ist bei jeder Versicherungsgesellschaft so.

    Wer also seine alte Krankenkasse nach einigen Jahren kündigt, muss immer damit rechnen, beim neuen Versicherer für die gleiche Leistung einen höheren Beitrag zahlen zu müssen.

    Rückstellungen für das Rentenalter

    Mit dem Eintrittsalter im Zusammenhang stehen die Rückstellungen für das Rentenalter. Diese Rückstellungen sollen dafür sorgen, die Versicherungsprämien im Rentenalter weitgehend stabil zu halten.

    Liegt der Versicherungsabschluss vor 2009, gehen die Altersrückstellungen vollständig verloren. Bei Krankenversicherungsverträgen, die ab 2009 abgeschlossen worden sind, können die Rückstellungen zu einem gewissen Teil auf den neuen Vertrag übertragen werden.

    Man spricht in diesem Zusammenhang von Mitnahmeanteil. Dessen Höhe richtet sich nach dem bisherigen Versicherungstarif und kann sich auf bis zu 78 % belaufen.

    Gesundheitsprüfung

    Wer in eine (andere) private Krankenversicherung wechseln möchte, unterliegt immer einer Gesundheitsprüfung.

    In den letzten Jahren aufgetretene Vorerkrankungen oder nicht ausgestandene Unfallfolgen können zu einem Beitragszuschlag führen oder den Abschluss der neuen Versicherung ganz unmöglich machen.

    Familienstand beim Wechsel wichtig

    Soll von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung gewechselt werden, spielt dabei der Familienstand eine Rolle.

    Ein verheirateter Alleinverdiener wird in einer privaten Krankenversicherung für die nichterwerbstätigen Familienmitglieder einen Zuschlag auf die Versicherungsprämie zahlen müssen. Doppelverdiener,

    Singles und Familien mit einem Kind profitieren hingegen vom Wechsel in eine private Versicherung in jedem Fall.

    Tarifwechsel

    Der Wechsel in einen anderen Tarif bei derselben Krankenversicherung ist in der Regel immer komplikationslos möglich. Auch einer Gesundheitsprüfung wird es nicht bedürfen.

    Anders sieht es aus, wenn die Krankenkasse gewechselt wird. Hier sind die Kündigungsfristen zu beachten, die bei Verträgen mit einer Laufzeit über einem Jahr grundsätzlich drei Monate betragen.

    Wann und wie ein bestehender Versicherungsvertrag gekündigt werden kann, richtet sich nach dem Einzelfall und ergibt sich aus den allgemeinen Vertragsbedingungen.

    Altvertrag erst nach Vorliegen der Annahmeerklärung kündigen

    Es ist dringend zu empfehlen, dass die Kündigung des bestehenden Krankenversicherungsvertrages erst nach Vorlage der schriftlichen Annahmeerklärung ausgesprochen wird.

    Erst wenn man dieses Dokument in Händen hält, ist man bei der neuen Krankenkasse tatsächlich privat krankenversichert. Häufig werden Anträge nachbearbeitet, so dass deren Annahme nicht vollständig garantiert ist.

    Angebote vergleichen und beraten lassen

    Optimaler Versicherungsschutz und günstige Prämien, das wollen Versicherte erreichen, wenn sie in eine private Krankenversicherung wechseln.

    Dazu ist es erforderlich, Angebote von verschiedenen Versicherungen einzuholen oder sich eines kostenlosen Versicherungsvergleichs aus dem Internet zu bedienen.

    Online Versicherungsvergleiche werden professionell durchgeführt und führen in der Regel zu den besten Ergebnissen, weil mit ihnen die Angebote sehr vieler Versicherungsgesellschaften gegenübergestellt werden können.

    Allerdings findet im Anschluss eines Onlinevergleichs in der Regel eine fernmündliche Beratung statt. Der Kunde muss also mit einem Telefonanruf rechnen.